

Osterholz-Scharmbeck. „Geld is jümmers goot, wenn een dor nich för arbeiden mutt“, meint Harm (Matthias Razetti), der mit dieser Einstellung seiner Cousine Alma (Iris Mehrtens) tüchtig auf die Nerven geht. Sein Sohn Werner (gespielt vom „Plattmüüs“-Nachwuchs Leif Komogowski) lernt schnell von seinem Vater. Doch mit der lebhaften Fantasie der Cousine Bea (Eva Kairies) wird sogar der Eifer der trägen Herren geweckt. Denn was sie sich von einem Stern von Padua zurechtträumt, ist einfach zu schön, um wahr zu sein: Die Geschichte von einem großen Diamanten, den der Onkel von einer seiner Seefahrten als Kapitän mitgebracht haben könnte, macht sich wenigstens gut als verkaufte Story in der Zeitung.
Doch die Journalistin Frau Franz (die erste Abendrolle für die 19-jährige Madeleine Hein aus der Plattmüüs-Gruppe) arbeitet ganz anders, als die Herren ahnten – und schon droht alles böse aus dem Ruder zu laufen.
„Wir hatten allein schon Spaß in den Proben“, sagte Leif Komogowski rückblickend. „Die Probenzeit war so fix weggespielt“, ergänzte Matthias Razetti. Das Ensemble für den „Steern vun Padua“ passte perfekt zu den Rollen. „Die Schauspieler konnten sich sehr schnell in ihre Rollen eingrooven“, nannte es Beate Schöne, die als Regieassistentin der Profi-Regisseurin Nina Arena aus Bremen zur Seite stand.
„Wir konnten toll besetzen“, freute sie sich. „Man konnte schon ganz zu Anfang spüren, dass sich die Schauspieler in ihren Rollen wohlfühlten und es so einfach funzte.“ Es sei schön zu sehen gewesen, wie gut die älteren Schauspieler mit den jungen Darstellern harmonierten.
Der Eindruck, dass die jungen Nachwuchsschauspieler für ihr allererstes Abendstück auf Anhieb in die Crew aufgenommen worden waren, wurde von allen Mitspielern bestätigt. „Wir sind stolz auf unseren eigenen Theaternachwuchs“, sagte Beate Schöne nachdrücklich.
Dass jeder angstfrei auf der Bühne Plattdeutsch sprechen kann, ist vor allem Elke Weber zu verdanken. Sie bringt den Darstellern, ob jung oder alt, als Plattdeutsch-Koryphäe mit sanfter Konsequenz und viel Geduld diese Regionalsprache bei.
Ein schönes Eröffnungsstück dürfen die Zuschauer im Gut Sandbeck erwarten, das leicht und humorig mit einem kleinen Spannungsbogen sowie ein bisschen Gaunerei und Schlitzohrigkeit zum Lachen bringen soll. „Ein schönes Stück, das das Publikum abholt.“
Premiere feiert „De Steern vun Padua“ am Samstag, 10. Oktober, um 20 Uhr im Gut Sandbeck. Bis Sonntag, 8. November, wird das Stück insgesamt 15 Mal aufgeführt. Karten gibt es online beim Theater in Osterholz und bekannten Vorverkaufsstellen.



