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Blitzer für mehr Sicherheit

Weil sich viele Verkehrsteilnehmer nicht an die Schrittgeschwindigkeit halten, will der Landkreis Osterholz in der Worpsweder Bergstraße künftig regelmäßig blitzen.

Worpswede. Die Bergstraße ist Teil des „Goldenen Dreiecks“ in Worpswede. Aufgrund ihrer Bedeutung für Fußgänger:innen ist sie seit vielen Jahren ein verkehrsberuhigter Bereich. Das bedeutet, dass Autos und Fahrräder dort Schrittgeschwindigkeit fahren müssen. Weil in der Praxis viele Fahrzeuge diese Geschwindigkeitsbegrenzung missachten, wird der Landkreis Osterholz auch auf Bitte der Gemeinde Worpswede in Kürze mit regelmäßigen Geschwindigkeitsmessungen beginnen.

Bürgermeister Stefan Schwenke begründet, warum die Gemeinde diese Messungen wünscht: „Besucherinnen und Besucher, Geschäftsleute und die Gastronomie haben sich an die Gemeinde gewendet und um Geschwindigkeitskontrollen gebeten. Auch im Rat der Gemeinde wurde dieser Wunsch häufig geäußert. Um für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen und die Aufenthaltsqualität für Fußgängerinnen und Fußgänger zu erhöhen, halte ich die Geschwindigkeitskontrollen für sinnvoll.“

Aufmerksam auf die zulässige Schrittgeschwindigkeit macht nicht nur das blaue Verkehrsschild „verkehrsberuhigter Bereich“, sondern seit kurzem auch Hinweistafeln, die auf die Radarkontrollen verweisen. Dass diese notwendig sind, haben Geschwindigkeitsmessungen mit einer Anzeigetafel im vergangenen Jahr ergeben: Weniger als drei Prozent der gemessenen Fahrzeuge haben die Schrittgeschwindigkeit eingehalten. Fast fünf Prozent waren sogar schneller als 30 km/h.

„Dieses Ergebnis zeigt, dass sich viele Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Schrittgeschwindigkeit fährt nur ein sehr geringer Teil der Fahrzeuge. Wer zu schnell fährt, gefährdet alle andere Verkehrsteilnehmende, insbesondere Fußgänger und Radfahrende“, so Landrat Bernd Lütjen.

Landkreis und Gemeinde ist bewusst, dass sich „Schrittgeschwindigkeit“ für Autofahrende sehr langsam anfühlt. Die tatsächliche Geschwindigkeit eines Menschen liegt bei 4 bis 7 km/h. Die Messungen mit der Anzeigetafel haben viele Fahrzeuge über 20 km/h registriert. In verschiedenen Gerichtsurteilen wird die Schrittgeschwindigkeit unterschiedlich definiert, wer aber unter 10 km/h fährt, bewegt sich im sicheren Bereich. Wer schneller fährt, muss mit einem Verwarngeld oder Bußgeld rechnen – und bei hohen Verstöße mit Punkten in Flensburg oder sogar dem Verlust des Führerscheins.

Mit Kontrollen ist an jedem Wochentag zu jeder Uhrzeit zu rechnen. Die Überschüsse kommen zu 100 Prozent Verkehrssicherheitsmaßnahmen im Landkreis Osterholz zugute.


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