Janine Girth

Bienenfresser und Storch  - Landkreiskalenderfotos werden zurzeit im Kreishausfoyer gezeigt

Bilder
Matthias Kahrs und Rolf Mühlisch teilen sich mit ihren Fotos von Bienenfressern und Storch den ersten Platz beim Landkreisfotokalenderwettbewerb.  Foto: ek

Matthias Kahrs und Rolf Mühlisch teilen sich mit ihren Fotos von Bienenfressern und Storch den ersten Platz beim Landkreisfotokalenderwettbewerb. Foto: ek

Bienenfresser und Storch
Landkreiskalenderfotos werden zurzeit im Kreishausfoyer gezeigt
von Eva Kairies
Matthias Kahrs und Rolf Mühlisch teilen sich mit ihren Fotos von Bienenfressern und Storch den ersten Platz beim Landkreisfotokalenderwettbewerb. Foto: ek
Osterholz-Scharmbeck. Wie bunt sie ist, die Tierwelt im Landkreis. Und wie schön die Pflanzenwelt um uns herum. Verständlicherweise will der Landkreis Osterholz seinen nächsten Wandbildkalender genau diesem Thema, der Flora und Fauna im Landkreis Osterholz widmen. Die Bewohner dieses Landkreises waren zu Beginn der Vorbereitungsphase im letzten Jahr aufgerufen worden, ihre schönsten Landschafts- und Tiermotive für das Kalenderprojekt einzureichen.
Über 60 Bilder schafften es in die engere Auswahl, die jetzt im Kreishaus-Foyer die Wände schmücken bis zum 22. März. In der Haut einer bewertenden Jury wollte man nicht gesteckt haben, die das schönste Foto für den Titel aussuchen sollte. Doch die Wahl fiel auf das Foto von Rolf Mühlisch aus Worpswede, der einen landenden Storch vor blauem Himmel abgelichtet hatte.
Storch und Bienenfresser auf Platz eins
Anmutig bewegt das Tier die Flügel nach vorn, gestochen scharf kann man den langen Schnabel und freundlich wirkende Augen erkennen. „Das ist ein Storch vom Nest auf dem Worpsweder Reitverein. Ich hatte vor, die Störche zu fotografieren und bin dahin gefahren“, sagte Mühlisch. Von Natur aus habe der Rentner wenig Geduld, „doch da war es ganz nett. Die Leute vom Reitverein waren sehr freundlich und haben mir Kaffee gebracht“, sagte der Mann lachend. Dass das Foto so entstanden sei, war wirklich Glück. „Meine Kamera ist in der Lage, sechs Fotos pro Sekunde zu machen, aber ich habe es, wie immer eigentlich, vergessen einzustellen.“ Seit vier Jahren fotografiert Mühlisch, „am liebsten Reisefotografie, also lieber Shanghai als Worpswede, und Street-Fotos. Tiere und Natur eigentlich nicht so oft.“
Den ersten Preis teilt sich Mühlisch mit dem Grasberger Matthias Kahrs, der zwei Vögel der Gattung „Bienenfresser“ fotografiert hatte. Ein Vogel streckt seine kräftigen kurzen Flügel, der andere hält passenderweise eine Biene im Schnabel. „Ich werde nicht verraten, wo ich sie fotografiert habe, denn sie gehören einer sehr geschützten Art an“, sagte Kahrs, der für seine Fotografie eine ganz andere Herangehensweise mitbrachte als Mühlisch. Denn Kahrs ist durch seine mittlerweile fast sechs Jahre währende Fotografie mehr zufällig in die Ornithologie hineingerutscht. Die Fotojagd auf seltene Vögel führe ihn nicht nur nach Helgoland. Bis nach Oman hat es den Grasberger schon geführt, wo Fotokollegen die Sichtung eines raren Exemplars in einem Internetportal veröffentlicht hatten.
Sehr viele schöne Aufnahmen
„Die meiste Arbeit macht das Sichten der Aufnahmen“, sagt Kahrs und zeigt auf seinem Handy zig Aufnahmen dieser beiden Honigfresser - fast alle genauso schön wie die Preisträger-Aufnahme. „In Oman war ich 14 Tage und habe von 170 verschiedenen Vögeln 28.000 Aufnahmen mitgebracht.“ Wo und wie die Vögel leben, müsse als wichtige Information für diese Aufnahmen recherchiert werden. Für die Bienenfresseraufnahme hatte Kahrs einen halben Tag im Tarnzelt gesessen. „Mit dem 150-600er Objektiv habe ich auf sieben Metern Entfernung auf diese Situation gewartet. Das Sichten kostet die meiste Zeit.“ Wildtiere abzulichten war der Einstieg für Matthias Kahrs in sein Hobby. „Wir haben uns ein Haus gekauft und hatten viele Rehe ganz dicht dran. Die wollte ich fotografieren. Meine normale Kamera kam da schnell an ihre Grenzen.“ Ein bisschen fachsimpelten die Männer noch über ihre Fotografie und tauschten Tipps und Adressen aus. Und ein Blick über die Nachbarfotos an der Ausstellungswand entlockte ihnen Bewunderung: „Das ist aber auch ein gutes Thema. Hier sind sehr viele sehr schöne Bilder zu sehen. Der letzte Landkreiskalender war schon sehr schön. Der nächste wird offensichtlich ein richtig guter.“


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