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BBS bekommt Schülerfriedenspreis

Osterholz-Scharmbeck (eb). Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat sechs Schulen mit dem Niedersächsischen Schülerfriedenspreis, dem Zivilcouragepreis sowie einem Sonderpreis zum Landes-Geburtstag ausgezeichnet. Der erste Preis beim Schülerfriedenspreis geht an die Berufsbildenden Schulen in Osterholz-Scharmbeck (BBS).
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Für das Mahnmal am Eingang der Muna Lübberstedt, das 2019 eingeweiht wurde, erhielt die BBS nun den Schülerfriedenspreis des Landes Niedersachsen. Foto: eb

Für das Mahnmal am Eingang der Muna Lübberstedt, das 2019 eingeweiht wurde, erhielt die BBS nun den Schülerfriedenspreis des Landes Niedersachsen. Foto: eb

Mit dem Schülerfriedenspreis und dem Zivilcouragepreis würdigt das Land schulische Projekte, die dem friedlichen Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache, Kultur und Religion, der Völkerverständigung, dem interkulturellen Dialog, der Vorbeugung von Gewalt, Aufarbeitung von Terrorherrschaft sowie dem Abbau von Vorurteilen und dem Einsatz für Zivilcourage dienen. Der anlassbezogene Sonderpreis 2020/2021 befasste sich – passend zum Landesjubiläum – mit dem Thema „Wir in Niedersachsen. 75 Jahre Niedersachsen“.
 
Mahnmal steht am Eingang der Muna
 
Der erste Preis beim Schülerfriedenspreis (1.500 Euro) geht an die Berufsbildenden Schulen Osterholz-Scharmbeck für ihr Projekt „Ein Mahnmal für die Muna“. Bereits 2017 hatten Schülerinnen und Schüler der BBS Osterholz-Scharmbeck nach einem Besuch der Luftmunitionsanstalt (Muna) Lübberstedt einen Erinnerungsort mit ersten Entwürfen für ein Mahnmal entwickelt. Es folgte eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Geschichte der Muna, im Jahr 2019 konnte schließlich das Mahnmal offiziell eingeweiht werden. Es befindet sich am Eingang der Muna und besteht aus einer Metallplatte, auf der die Umrisse und Bauten der Muna eingearbeitet sind. Sie sind so gestaltet, dass auch Menschen mit Seheinschränkungen sie ertasten können.
Mit dem Projekt gedenken die Schüler:innen „in vorbildlicher Art und Weise den Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, die in Lübberstedt unter menschenverachtenden Bedingungen arbeiten und leben mussten“, sagte Minister Tonne bei der Online-Preisverleihung am vergangenen Mittwoch. Besonders beeindruckt war die Fachjury davon, dass der Erinnerungsort als Mahnung für die Zukunft nicht nur ein fester Teil des Schullebens (z.B. für szenische Lesungen) ist, sondern dieser viel mehr noch beständig zur Auseinandersetzung mit der Geschichte anregt und das Gedenken an die dunkle Zeit der Zwangsarbeit wachhält.
Der zweite Preis ging an die Ulrichsgymnasium in Norden, Platz drei belegte die Carl-Friedrich-Gauß-Schule Hemmingen. Mit einer Aktionswoche hat sich das Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht für den diesjährigen Zivilcouragepreis qualifiziert. Der diesjährige Sonderpreis „Wir in Niedersachsen. 75 Jahre Niedersachsen“ geht an die Alexanderschule Wallenhorst. Die Preisträgerschulen erhalten neben einer Urkunde und einem Geldpreis seitens des Kultusministeriums auch Sachpreise der Westermann-Verlagsgruppe, die den Schülerfriedenspreis seit seiner erstmaligen Auslobung unterstützt.


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