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„Bauen aus dem letzten Jahrhundert“: Linke kritisiert Baupläne der Stadt

Osterholz-Scharmbeck (eb/jm). Die Landtagskandidatin der Linken, Lena Reinhardt, kritisiert die jüngsten Baupläne in der Kreisstadt.

Die Stadtentwicklungsgesellschaft (STEG) in der Kreisstadt verlost derzeit 25 Bauplätze in einem neuen Quartier. Die Grundstücke kosten bis auf zwei Ausnahmen zwischen 104.000 und 175.000 Euro. „Der Anteil der Wege im Baugebiet, die mit dem Kfz zuru¨ckgelegt werden, wird mit 70 Prozent angenommen“, berichtet Lena Reinhardt. Dazu erklärt die Landtagskandidatin der Linken: „In der Kreisstadt wird gebaut wie immer. Viel Eigenheim auf eigenem Grundstück, die Erschließung erfolgt per Auto. Das ist kein Leuchtturm wie es die Stadtverwaltung behauptet, sondern Bauen des vorigen Jahrhunderts.“
Aus diesem Grund habe die Linksfraktion im Stadtrat diesen Bebauungsplan abgelehnt – als einzige Fraktion im Rat. Sie hatte sich dafür eingesetzt, keine weiteren Flächen zu versiegeln und stattdessen das Wohnen in der Innenstadt attraktiver zu machen. „Die Kommunen können einiges tun. Anderes aber muss auf Landesebene geregelt werden. Osterholz-Scharmbeck braucht wie andere Kommunen im Landkreis auch dringend kleinere Wohnungen zu gedeckelten Mietpreisen. Dafür will ich mich im Landtag einsetzen“, sagt Reinhardt. „Wenn Osterholz-Scharmbeck oder der Landkreis keine Wohnungsbaugesellschaft zustande kriegen, dann muss es eben eine Landeswohnungsbau-Gesellschaft geben.“


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