Harry Czarnik

Ausschuss informiert sich zum Hygienekonzept an Grundschulen

Worpswede. Am vergangenen Montag fand im Rathaus Worpswede die öffentliche Sitzung des Ausschusses für das Schulwesen statt. Zentrales Thema der Veranstaltung waren die Berichte der Schulleiterinnen zur aktuellen Situation in den Grundschulen Hüttenbusch und Worpswede.

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Am Eingang zum Schulgelände der Grundschule Worpswede wird man vor dem Betreten auf die Hygiene-Vorschriften hingewiesen.  Foto: hc

Am Eingang zum Schulgelände der Grundschule Worpswede wird man vor dem Betreten auf die Hygiene-Vorschriften hingewiesen. Foto: hc

Seit Beginn des neuen Schuljahres findet auch in den Worpsweder Schulen der sogenannte eingeschränkte Regelbetrieb statt. Wie unterschiedlich - oder auch ähnlich - die Hygiene-Vorgaben in ihren Schulen umgesetzt werden, berichteten die Schulleiterinnen den Mitgliedern der Ausschusses und den erschienenen Gästen der Veranstaltung.
 
Kontakt zu vermeiden ist schwierig
 
Sowohl Maria Marckwardt, Leiterin der Hüttenbuscher Grundschule, als auch ihre Worpsweder Kollegin Sabine Kleinau registrieren einen hohen Aufwand und eine hohe Belastung bei der Lehrerschaft. Während die Schüler*innen in Worpswede in vier abgegrenzte Gruppen, den so genannten Kohorten, aufgeteilt wurde, ist in der wesentlich kleineren Hüttendorfer Grundschule nur eine Kohorte gebildet worden. Ziel ist es, die Schüler*innen der einzelnen Kohorten voneinander getrennt zu halten. Weder im Schulgebäude noch auf dem Außengelände soll eine Vermischung stattfinden. Die Kontaktvermeidung ist eine Vorgabe, bei deren Umsetzung die Verantwortlichen auch an ihre Grenzen stoßen. „Die Kinder dürfen gegenseitig keine Werkzeuge austauschen“, erläutert Marckwart die Hygiene-Vorgaben. „Auf dem Pausenhof fassen dann aber doch mehrere Kinder die selben Gegenstände an.“
 
Maskenpflicht außerhalb des Unterrichts
 
In beiden Schulen bewegen sich die Schüler*innen außerhalb ihrer Klassen mit Gesichtsschutz, im Klassenraum ist Maskenpflicht und Abstandsgebot dann aufgehoben. Auch die Lehrer*innen verzichten aus pädagogischen Gründen während des Unterrichts in der Regel auf das Tragen von Masken. Unterschiedlich sind an den beiden Schulen die Auswirkungen des obligatorischen Händewaschens. Während an der kleinen Hüttenbuscher Schule, deren kleinste Klasse gerade einmal elf Kinder zählt, relativ wenig Zeit verbraucht wird, sieht das in der Grundschule Worpswede schon etwas anders aus. Auch beim Transport der Schüler*innen mit den Schulbussen sieht man in Hüttenbusch bislang keine Probleme. In Worpswede dagegen sind die Busse nach den Beobachtungen von Schulleiterin Kleinau schon sehr voll. Sie würde sich zukünftig mehr Busse für die Schülerbeförderung wünschen.
Beim Lüften in den Klassenräumen oder auch in der Turnhalle sehen beide Schulleiterinnen in der kommenden Jahreszeit die gleiche Problematik auf sich zukommen. Das durchgängige Lüften oder auch das Stoßlüften stellt in den kommenden Monaten in beiden Schulen ein Problem dar. Schon jetzt verzeichnet man in Hüttenbusch nach kurzer Schulzeit einen verhältnismäßig hohen Krankenstand unter den Schüler*innen, berichtet Marckwardt. Verzichten müssen Schülerinnen und Schüler auch auf gemeinsame Unternehmungen wie Singen in geschlossenen Räumen, Schwimmen, chorisches Sprechen und Veranstaltungen in der Aula. Außer den Schüler*innen, den Lehrkräften und den Schul-Bediensteten sind Gäste auf dem Schulgelände derzeit nicht gern gesehen. Sollte ein Besuch aber unumgänglich sein, wird die Anwesenheit externer Personen auf entsprechenden Listen dokumentiert.


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