Tina Garms

Action für die Gelenke - Wie Arthrosepatienten fit für die warme Jahreszeit werden

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Viele ältere Menschen bewegen sich oft und gerne an der frischen Luft - dabei sollten sie auch stets an ihre eigene Sicherheit denken.

Viele ältere Menschen bewegen sich oft und gerne an der frischen Luft - dabei sollten sie auch stets an ihre eigene Sicherheit denken.

Foto: Wavebreakmedia Ltd

(djd). Runter vom Sofa, raus ins Freie! Wenn endlich wieder angenehme Temperaturen herrschen, beginnt die Saison der Outdoor-Aktivitäten: Da wollen Nordic Walker und Jogger aufs Neue ihre Runden drehen, Hobbygärtner nach Herzenslust pflanzen und jäten und Naturliebhaber beim Wandern oder Radeln die Landschaft genießen. Und nach der oft bewegungsarmen kalten Jahreszeit tut gerade Arthrosepatienten mehr Mobilität gut. Allerdings kann es bei untrainierten Menschen auch zu Überlastungen kommen, die den Gelenken eher schaden.

Fitness behutsam aufbauen

Wichtig ist es daher, das körperliche Leistungsniveau vorsichtig wiederaufzubauen. Am besten beginnt man das Training erst einmal mit kürzeren Einheiten und niedriger Intensität - beispielsweise zweimal wöchentlich für 20 bis 30 Minuten walken oder laufen - und steigert sich langsam. Beim Radeln und Wandern werden zunächst kurze Routen mit wenig Steigung gewählt. Im Garten sollte möglichst oft zwischen knienden, stehenden und gehenden Tätigkeiten gewechselt werden, um die Gelenke zu schonen. Zwischendurch genügend Pausen einlegen.

Bei Arthrose und Schmerzen

Leiden Arthrosepatienten akut unter Schmerzen, ist es außerdem sinnvoll, sich direkt an einen Orthopäden zu wenden. Denn die Behandlung hat den besten Effekt, wenn sie frühzeitig begonnen wird. Neben konservativen Maßnahmen wie Krankengymnastik oder herkömmlichen Schmerzmitteln kommen Injektionen mit Hyaluronsäure infrage, die jetzt auch in den aktuellen Behandlungsleitlinien der medizinischen Fachgesellschaften empfohlen werden. Dabei haben Studien deutliche Hinweise gegeben, dass hochmolekulare Hyaluronsäuren therapeutisch effektiver sind als niedermolekulare. Sie werden ins betroffene Gelenk injiziert, wo sie schnell schmerzlindernd, stoßdämpfend und zwölf Monate anhaltend wirken können.

Keine ungünstige Bewegung

Auf diese Weise ist man gut gerüstet für die aktive Zeit. Alle, die nach längerer Pause in spezielle Sportarten wie Golf, Rudern oder Inline-Skaten (wieder) einsteigen, sollten sich einige Trainerstunden gönnen, um falsche oder ungünstige Bewegungsabläufe auszumerzen. Bei Verletzungen gilt außerdem: So lange mit dem Training pausieren, bis alles ausgeheilt ist, da sonst die Entstehung oder Verschlimmerung einer Arthrose begünstigt wird.


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