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10 Jahre Juwog

Die Jugendwohngruppe des SOS-Kinderdorfs Worpswede blickt auf zehn erfolgreiche Jahre zurück.

Die aktuellen und ehemaligen Betreuer:innen tauschten sich über ihre unterschiedlichen Erfahrungen aus.

Die aktuellen und ehemaligen Betreuer:innen tauschten sich über ihre unterschiedlichen Erfahrungen aus.

Vor zehn Jahren zogen die beiden pädagogischen Fachkräfte Danijela Husejnovic und Jennifer Steinhöfel mit vier Jugendlichen des SOS-Kinderdorfs Worpswede in die neu gegründete Jugendwohngruppe (Juwog) nach Osterholz-Scharmbeck. Von da an lebten sie in einem Einfamilienhaus in einem Wohngebiet in Pennigbüttel. „Wir haben einfach gemerkt, dass die Betreuung und die Angebote im Kinderdorf nicht mehr den Ansprüchen und Bedürfnissen der Jugendlichen entsprechen. So war beispielsweise die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel immer eine große Herausforderung. Zudem war es an der Zeit den nächsten Schritt zu gehen und den Jugendlichen den Weg in die Verselbstständigung zu ebnen“, sagt Danijela Husejnovic und schwelgt in Erinnerungen.

 

Für die Jugendlichen da sein

 

Die neu gegründete Juwog sollte Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren ein geschütztes Zuhause bieten und ihre Autonomie fördern. Bereichsleiterin Birgit Struss war es außerdem wichtig, dass sich die Jugendlichen selbst verstehen. So wurde das Motto „Wenn du wissen willst, was du wirklich willst, musst du gucken, was du tust“ ins Leben gerufen.

Das pädagogische Betreuungsteam ist dauerhaft für bis zu sieben Jugendliche vor Ort und begleitet sie beim Erwachsenwerden. „Alle kommen mit einer persönlichen Geschichte und individuellen Schicksalen zu uns. Viele Jugendliche kommen auf Eigeninitiative, um ihr Leben in die richtige Bahn zu lenken“, so Jennifer Steinhöfel. Für die Betreuenden sei es vor allem wichtig, dass sie den Jugendlichen ein schönes Zuhause und ein Zusammengehörigkeitsgefühl bieten können.

 

Ein herausfordernder Weg

 

Bei der 10-Jahres-Feier, an der auch viele ehemalige Betreuer:innen vor Ort waren, kamen viele Erinnerungen auf. So war der heutige Erfolg der Juwog damals noch nicht abzusehen. Ohne Internet, Telefon und Mülltonne mussten die Mitglieder so einige Herausforderungen meistern. „Mit der Zeit haben wir uns gefunden und sind deutlich professioneller und strukturierter geworden“, sagt Steinhöfel. Nun bekommen die Betreuer:innen Unterstützung von einer Hauswirtschaftlerin und einem Hausmeister. Mittlerweile ist aus der Jugendgruppe eine starke Gemeinschaft geworden. Die Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen, Ausbildungsbetrieben, Jugendämtern und der Agentur für Arbeit hat sich im Laufe der Jahre positiv entwickelt.

Ein Wunsch, der bislang noch offen bleibt, ist ein größeres Zuhause, das zusätzliche Räume, beispielsweise ein Beratungszimmer, beinhalten soll.


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