

Gnarrenburg. Seit 2021 vertritt Melanie Blank ihre Heimatgemeinde Gnarrenburg im Rotenburger Kreistag. Für die Kommunalwahl am 13. September strebt sie nun ein weiteres Ziel an: Sie möchte als erste Frau zur Bürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde gewählt werden.
Seit dem „Internationalen Frauentag“ hat der amtierende Bürgermeister Marc Breitenfeld eine Mitbewerberin um den Posten der Verwaltungsleitung in der Gemeinde Gnarrenburg. Melanie Blank tritt parteilos an, da ihr „Menschen wichtiger sind als Parteigrenzen“.
Politisches Engagement
Melanie Blank ist in der Gemeinde Gnarrenburg aufgewachsen, ist in den Kindergarten sowie in die Schule gegangen und hat ihre Berufsausbildung zur kaufmännischen Angestellten abgeschlossen. Neben zehn Jahren Erfahrung in diesem Gebiet sammelte Blank zudem berufliche Kenntnisse im Gesundheits- und Verwaltungsbereich. „Diese Erfahrungen kommen mir heute in der Kommunalpolitik zugute“, sagt Blank. Sie ist seit 2016 im Gnarrenburger Gemeinderat vertreten, seit 2021 in der Fraktion der SPD, als Parteilose zusätzlich im Rotenburger Kreistag. Sie arbeitete in dem Ausschuss Sport und Kultur. Passend, da sie seit 2021 die zweite Vorsitzende des TSV Karlshöfen und seit Ewigkeiten im TSV Gnarrenburg aktiv ist.
Blank hat sich im Kreistag mit dafür eingesetzt, dass der Kulturverein Cultimo e. V. in Kuhstedtermoor abermals Zuschüsse erhalten durfte. Auch in anderen Ressorts kann die 42-Jährige eine besondere Expertise vorweisen. Geht es zum Beispiel um den Wolf, ist sie als Jägerin geradezu prädestiniert, ebenfalls ein gutes Urteil in die Entscheidungsfindung mit einzubringen. Dass sie das kann, hat die zweifache Mutter in bislang rund zehn Jahren Kommunalpolitik, sowie fünf Jahren Kreistagspolitik, bereits oft bewiesen.
Gerne würde Blank für ihre Heimatgemeinde auch im Kreistag aktiv bleiben. Wenn die Gnarrenburgerin allerdings zur ersten Bürgermeisterin in ihrer Gemeinde gewählt wird, ist das aufgrund der Bestimmungen nicht mehr möglich. „Das hier ist meine Heimat, mein Zuhause. Hier lebe ich mit meiner Familie. Ich habe jetzt das richtige Alter für das Amt der Bürgermeisterin“, so Blank. „Dabei ist mir wichtig, dass ich nicht nur für acht Jahre antrete.“ Sollte sie zur Bürgermeisterin gewählt werden, würde Blank ihre ganze Kraft auf die Entwicklung der Gemeinde Gnarrenburg richten. Der richtige Zeitpunkt für mehr Verantwortung ist daher genau jetzt.
Zu ihren wichtigsten Themen gehören Familien, Senioren und eine starke wirtschaftliche Entwicklung. Dabei setzt sie vor allem auf Gespräche mit den Menschen vor Ort und auf eine Politik, die verbindet und nicht spaltet. Auch das Ehrenamt hält sie für eminent wichtig.
Ehrenamtliche Aktivitäten
„Das Ehrenamt ist das Rückgrat jeder Kommune. Dabei ist es egal, ob es sich um die Feuerwehr oder einen Heimat- und Kulturverein handelt“, sagt Blank weiter. „Meine Heimat ist Gnarrenburg – mit allen zwölf Ortschaften.“
Mit dem Ehrenamt startete sie 2008 als Schriftwartin im Gnarrenburger Waldkindergarten. 2010 kamen nebenberufliche sowie viele ehrenamtliche Aktivitäten im Touristikbüro der Gemeinde dazu. „In einem Minijob stehen einem lediglich gewisse Stunden zur Verfügung. Alles, was darüber hinaus ging, war ehrenamtlich.“
Blank hat das über die Grenzen des Landkreises Rotenburg (Wümme) bekannte „Blütenfest“ ebenso mitorganisiert und durchgeführt wie seit 15 Jahren das alljährliche Wohnmobilisten-Treffen in Gnarrenburg. Zeitnah startet wieder eine Osteraktion für Kinder, die Blank mit ins Leben gerufen hat und seither mitorganisiert. Selbst die Weihnachtswette vor zwei Jahren, in deren Verlauf Lokalpolitiker für die Tafel in Lebensmitteln aufgewogen wurden, ist gemeinsam mit dem Tandem e. V. auf ihr Engagement zurückzuführen. Für die Feuerwehr hat Blank obendrein 2025 bereits die vierte Weihnachtsaktion gestartet. Darüber hinaus hat sie beim Wirtschaftsinteressenring mitgearbeitet und den Gnarrenburger Boten mit Inhalten gefüllt. Aufgrund all ihrer Aktivitäten sagen nicht wenige Bürger in ihrer Heimatgemeinde, Blank sei das Gesicht Gnarrenburgs. Für ihr ehrenamtliches Engagement wurde sie 2023 von Landrat Marco Prietz ausgezeichnet.
Da Melanie Blank als parteilose Kandidatin antritt, muss sie vorab Unterschriften sammeln. „Ich bleibe mir auf jeden Fall selbst treu. Mir ist wichtig, dass Kommunalpolitik gemeinsam getragen, und nicht zwischen Parteien ausgetragen wird. Am Ende geht es immer darum, die besten Lösungen für unsere Gemeinde zu finden.“




