Ute Mahler-Leddin

Wasser marsch! Gelungene Hadler Feuerwehrtage

Hollnseth. 61 Mannschaften aus 32 Ortswehren trafen sich zu spannenden Leistungswettbewerben.

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Nach zwei Jahren Pause fanden endlich wieder die Leistungswettbewerbe der Feuerwehren – die sogenannten Hadler Feuerwehrtage – statt. Ortsbrandmeister Marco Hildebrandt freute sich über die große Zahl an Teilnehmenden - auch beim offiziellen Empfang - bei dem er die 100-jährige Wehrgeschichte kurz Revue passieren ließ und zahlreiche Ehrengäste begrüßte. Samtgemeindebürgermeister Holger Meyer erinnerte an die Wichtigkeit der Wehren auch in Pandemiezeiten. Ausbildung und Kameradschaftspflege seien fast komplett zum Erliegen gekommen – aber, wie Hollens Bürgermeisterin Melanie Steffens so treffend feststellte: „Feuerwehrleute dürfen nicht auf dem Schlauch stehen“. Wichtig sei, dass immer alle heil und gesund vom Einsatz zurückkämen und sich endlich mal Frauen in der Hollener Feuerwehr etablieren könnten.
61 Mannschaften aus 32 Ortswehren starteten bei bestem Wetter. Sogar eine Gastwehr aus dem Geestland absolvierte die Wettbewerbe, während die Gäste aus Österreich und Berlin sich von der Seitenlinie vom Können der Gruppen überzeugten.
Hierbei geht es um die Grundaufgabe Brandbekämpfung, die schnellstmöglich und ordnungsgemäß ausgeführt werden soll. Es zählt das Zusammenwirken aller Kräfte unter Zeitdruck. Das Wasser kommt zunächst aus dem Fahrzeugtank, der dann von einem Hydranten eingespeist wird. Nach 100 Litern gezielter Wasserabgabe wird ein Schlauchplatzer in der Schlauchleitung zum Verteiler geschildert. Der Wassertrupp muss nun schnellstmöglich die defekte Leitung austauschen, damit die Brandbekämpfung fortgesetzt werden kann. Im Ernstfall kann das den Einsatzerfolg sicherstellen und auch Leben retten.
Eine weitere Aufgabe ist eine Fahrübung, die ebenfalls auf Zeit und ohne Fehler absolviert werden muss. Die dritte Übung ist das „Kuppeln einer Saugleitung“.
 
Die Sieger-Gruppen
 
Sieger der diesjährigen Leistungswettbewerbe war Bülkau II vor Ihlienworth I und Nordahn II. Die erst neu zusammengestellte junge Mannschaft der Gastgeber mit dem gerade 18-jährigen Gruppenführer Aaron Richter sicherte sich einen beeindruckenden 6. Platz.
In der Altersabteilung siegte Bülkau vor Stinstedt und Abbenseth.
Im Rahmenprogramm wurde ein Schießwettbewerb auf der neuen Anlage des Schützenvereins Hollen angeboten. Hier erzielten die Mannschaften aus Neuhaus vor Moorausmoor/Neubrachenbruch und Wingst die besten Ergebnisse. Beste Einzelschütze/in wurde Martina Buck (Heeßel) vor Mathias Baack (Hollen).
Neben den Wettbewerben sorgte ein buntes Rahmenprogramm für Abwechslung für Groß und Klein. Die Hüpfburg wurde ebenso gut angenommen, wie die kostenlosen Fahrten mit dem Leiterwagen der Firma Wilkens aus Burweg in 30 Metern Höhe, bei dem es nicht nur einen phänomenalen Blick über das Festgelände, sondern auch über die Südbörde gab.
Im angrenzenden Dörphuus sorgten die Damen des DRK Hollen unter der Leitung von Eleonore Häusler für Frühstück, boten Erbsensuppe und nachmittags ein reichhaltiges Tortenbuffet an. Ortsbrandmeister Hildebrandt bedankte sich ausdrücklich bei allen freiwilligen Helfenden, ohne die Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.


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