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 Trecker-Korsos rollten durch die Region

Niedersachsen (dcl).  Die Teilnehmenden der weihnachtlichen Lichterfahrt wollten nicht nur Freude machen, sondern auch für den Erhalt der heimischen Landwirtschaft werben.

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Tausende festlich geschmückte große und kleine Trecker haben am vierten Adventswochenende in ganz Deutschland an der großen Lichterfahrt teilgenommen, die von den Landvolk-Kreisverbänden unter dem Motto „Ein Funken Hoffnung“ initiiert wurde. „Ein Funken Hoffnung“, den die Landwirt:innen, aber auch Agrar-Unternehmen in der Corona-Zeit geben wollen.
 
Ohne Landwirt:innen geht es nicht
 
Mit der diesjährigen Aktion wollen die Landwirt:innen auch darauf aufmerksam machen, dass es ohne sie und ihre Arbeit nicht geht und dass die deutschen Landwirt:innen auch in Zeiten von Lieferengpässen die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung sicherstellen.
Knapp 200 Traktoren hatten sich unter anderem auch beim Aldi/Edeka-Parkplatz in Lamstedt versammelt, um anschließend in zwei verschiedenen Samtgemeinden lautstark und mit teils aufwendig mit Lichtern und Weihnachtsdeko geschmückten Fahrzeugen auf sich aufmerksam und vor allem den Kindern eine Freude zu machen.
Ines Lührs und Katja Steffens vom Organisationsteam waren begeistert von der großen Beteiligung. Insgesamt waren mehr als doppelt so viele Landwirt:innen als im vergangenen Jahr dabei. Ziel der Aktion sei es unter anderem gewesen, das Image der Landwirt:innen aufzubessern, so Lührs. Den Akteur:innen geht es zudem auch darum, für den Erhalt der heimischen Landwirtschaft, den bewussten Einkauf bei lokalen Erzeugern und bessere politische Rahmenbedingen zu werben.
Im Gegensatz zu den vielen Demonstrationen, die aus den gleichen Gründen in den vergangenen Monaten immer wieder in der Region stattfanden und bei denen die großen Geschütze die Straßen blockierten und so machen Autofahrenden zur Weißglut trieben, ging es am vierten Advent aber in erster Linie darum, den Menschen etwas zurückzugeben.
Die funkelnden Schlepper brachten dabei nicht nur viele Kinderaugen zum Leuchten, sondern begeisterten auch viele Erwachsene, die die Straßen säumten. Ganz bewusst wurde die Route auch an den örtlichen Seniorenheimen vorbeigeführt, damit auch dort die festlich illuminierten Fahrzeuge bewundert werden konnten.
Insgesamt drei Stunden dauerte die Tour quer durch die Börde. Doch auch die Vorbereitungen - und zwar bei allen Korsos - waren sehr zeitintensiv. Viele Landwirt:innen verbrachten teilweise mehrere Tage damit, ihre Fahrzeuge mit Lichtern, Figuren, Tannenbäumen sowie großen Musikboxen weihnachtstauglich zu machen. Die Umzüge wurden von der Polizei und der DRK-Bereitschaft sowie anderenorts auch von der Feuerwehr begleitet und gesichert.
Gleich im Anschluss an die Parade fragten viele kleine Treckerfans, ob es auch im kommenden Jahr wieder eine Tour geben wird.


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