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Iss bunt und bleib gesund

Lamstedt (uml). Mitglieder und Gäste des LandFrauenvereins Börde Lamstedt hörten den Vortrag: „Einheimisches Obst und Gemüse: nicht verschreibungspflichtig und doch wirksam wie Medikamente“ von Diplom-Ökotrophologin Renate Frank.

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Brigitte Meldau bedankt sich im Namen der LandFrauen bei Renate Frank für den informativen Vortrag im Bördehuus Lamstedt.

Brigitte Meldau bedankt sich im Namen der LandFrauen bei Renate Frank für den informativen Vortrag im Bördehuus Lamstedt.

Auf die Frage der Expertin, was das wichtigste und wertvollste im Obst und Gemüse sei, waren die Zuhörer:innen sich nicht einig. Die Lösung liege tatsächlich im Detail. Der gesundheitliche Wert eines Lebensmittels hänge davon ab, wie die Nährstoffe vom Körper verwertet werden können, also wie sie über den Darm aufgenommen werden können, so Frank.
Während die Mineralstoffe einer Brausetablette sofort ins Blut gingen und schnell im Körper „verpuffen“ würden, hätten die gleichen Mineralstoffe über Obst und Gemüse aufgenommen durch die natürlichen Farbstoffe eine höhere und längere Wirkung im Stoffwechsel.
Die Diplom-Ökotrophologin erklärte, dass gelbe Farbstoffe, z.B. aus Nektarinen, Birnen, Karotten oder gelben Paprika, wie ein Pförtner wirken und dafür sorgen, dass das für die Regeneration von Körperzellen wichtige Beta-Carotin besser in die Körperzellen aufgenommen werden kann.
Für Renate Frank sind einige Obst und Gemüsesorten mit Medikamenten vergleichbar, nur dass sie nicht verschreibungspflichtig seien. So sage man den Tomaten unter anderem eine Herz-Kreislauf-verbessernde Wirkung nach, denn sie enthalten die Farbstoffe Lycopin, Beta-Carotin und den Mineralstoff Kalium. Aber auch von einer Verringerung des Arteriosklerose-Risikos spricht die Rednerin. Regelmäßig verzehrt könnten Tomaten so einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit leisten.
 
Antioxidantien aus Obst gegen Krankheiten
 
Körperliche und seelische Belastungen können für die vermehrte Bildung von freien Radikalen im Körper sorgen, die Ursache für viele Krankheiten sein können, so Frank weiter. Antioxidantien aus dem Obst und Gemüse könnten für einen Ausgleich sorgen und so Rheuma, Diabetes und Krebs vorbeugen. Möhren enthielten zum Beispiel viel Falcarinol, das vor Krebserkrankungen des Magen-Darm Traktes schützen soll. Aber auch Birnen, Weintrauben, Äpfel, Kirschen, Erdbeeren, Wassermelonen und Blaubeeren gehören zu den Top Ten der Radikalfänger und sollten regelmäßig in den täglichen Speiseplan eingearbeitet werden: Dabei ist es egal, ob es sich um frisches Obst und Gemüse oder um Tiefkühlware handelt, denn die pflanzlichen Farbstoffe sind hitze- und kälteunempfindlich.
Grüne Farbstoffe aus Brokkoli und Kohlsorten sollen besonders entzündungshemmend aber auch krebshemmend sowie ein guter Augenschutz sein, verrät die Diplom Ökotrophologin und legt auch den regelmäßigen Verzehr von Sellerie, Blumenkohl und Kartoffeln ans Herz. Bei Waden- und Muskelkrämpfen seien Magnesiumtabletten kontraproduktiv, so Renate Frank. Besser wäre es, den Magnesiumbedarf über Lebensmittel wie Kirschen oder Beeren in Quark mit etwas Sonnenblumenkernen zu decken. Auch hier dürfen es gerne Tiefkühlbeeren sein. Mindestens zwei Portionen Obst (auch in Form von Saft oder Smoothie) und drei Portionen Gemüse am besten in den Ampelfarben rot, gelb und grün sollten jeden Tag auf dem Speiseplan stehen.


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