Ute Mahler-Leddin

Hadler Feuerwehrtage mit spannenden Wettkämpfen

Hollnseth. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Hollen finden die „Hadler Feuerwehrtage“ am Samstag und Sonntag, 14. und 15. Mai, in Hollen statt.

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An diesen zwei Tagen messen sich mehr als 30 Ortswehren in der inzwischen für alle Wehren einheitlichen Übung. Die Gruppen müssen eine kombinierte Übung absolvieren, bei der es nicht nur um den Aufbau der Wasserversorgung und des Löschangriffs geht, sondern ein Schlauch-Platzer als besondere Herausforderung simuliert wird. Der Austausch des Schlauches ist ein wichtiger Zeittakt für die Feuerwehrleute. Aber auch das Fahrzeug muss sicher durch einen Hindernisparcours dirigiert werden und das Kuppeln gehört nach wie vor zu einer der elementaren Übungen. Insgesamt drei Übungen muss jede Wehr absolvieren, bei der es nicht nur um Zeittakte, sondern auch um richtige Ausführung unter Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften und Richtlinien geht.
Während die Wehren die seit vier Jahren geltende neue Übung absolvieren, können sich die Besucher:innen auf ein spannendes und unterhaltsames Wochenende freuen. Neben einer abwechslungsreichen Kinderbelustigung wird es mehrere Verpflegungsstände sowie ein umfangreiches Kaffee- und Kuchenbuffet im angrenzenden Dörphuus geben. Zur Stärkung wird Sonntagmittag eine reichhaltige Erbsensuppe angeboten. Das anschließende Platzkonzert vor dem Festumzug ist die musikalische Einstimmung auf einen schönen Nachmittag und kurzweiligen Abend auf dem Festgelände an der Schulstraße.
Ein gut durchdachtes Hygienekonzept garantiert die nötige Sicherheit auch in diesen besonderen Zeiten.
Für die Ortswehren wird ein Pokalschießen im Schießstand des Schützenvereins Hollen angeboten, deren Sieger bei der gemeinsamen Siegerehrung am Sonntagnachmittag bekanntgegeben wird. Nach der Siegerehrung freuen sich die Feuerwehren auf ein gemütliches Beisammensein.
 
Programm im Überblick
 
Samstag 14. Mai
12 Uhr – Empfang der Gäste und Wertungsrichter
13 Uhr – Start der Wettkämpfe (bis 18 Uhr)
Abends – gemütlicher Ausklang
 
Sonntag 15. Mai
8 bis 13 Uhr - Fortsetzung der Wettkämpfe
11:30 Uhr - Erbsensuppe
13:30 Uhr - Platzkonzert
15:30 Uhr - Festumzug mit Spielmannzügen durch das geschmückte Dorf, anschließend Siegerehrung
 
Feuerwehr Hollen – Wie alles begann
 
Bereits vor der offiziellen Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hollen im Jahr 1922 gab es Zusammenschlüsse in Hollen, die die Aufgabe hatten, den Brandschutz zu gewährleisten. Hierbei handelte es sich um eine Art Pflichtfeuerwehr, wie es sie damals in weiten Teilen des Königreichs Hannover in vielen Dörfern gab. Eine dokumentierte Großfeuerlage gab es im Jahr 1800 auf der Hollener Mühle. Brände wie dieser zeigten die Notwendigkeit für ein organisiertes Feuerlöschwesen mit einer zweckmäßigen Infrastruktur, Ausstattung und Organisation.
In der Folge wurden in Hollen ab 1800 Löschwasserteiche angelegt. Der wohl bekannteste Löschteich in Hollen, der „Notteich“, existiert noch heute in der Ortsmitte.
Auf einer Versammlung am 8. April 1922 wurde die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hollen beschlossen. Während die FF Lamstedt bereits 1891, Armstorf, Mittelstenahe und Nordahn dann im Jahr 1912 gegründet wurden, herrschte in Hollen bis zur Gründung das System der Pflichtfeuerwehr vor. Die Versammlung wurde von Gerd Springer einberufen und es fanden sich insgesamt 40 Männer ein, welche ihren Dienst in der Feuerwehr antreten wollten und somit den Grundstein für die heutige Freiwillige Feuerwehr legten.
 
Das erste Kommando
 
Das erste Kommando der Freiwilligen Feuerwehr setzte sich aus diesen Kameraden zusammen: Hauptmann: Gerd Springer, Stellv. Hauptmann: Christoph Schönau, Adjutant, Schrift- und Kassenführer: Paul Schröppel, Spritzenmeister: Christoph Springer, Zugführer: Dietrich Hellwege, Johann Stüve, Otto Gerkens, Hornisten: Johann Meyn, Theiß Popp, Klaus von Minden.
 
Feuerwehr heute
 
Heute steht Marco Hildebrandt an der Spitze der Ortswehr, ihm zur Seite steht sein Stellvertreter Ralf Miesner und in beratender Funktion der Ehrenortsbrandmeister Klaus-Hermann Peters.
In einer umfangreichen und gut recherchierten Festschrift wird die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Hollen in Wort und Bild dargestellt und gibt Einblicke in den Werdegang des Löschwesens, der Entwicklung der Fahrzeuge und Ausrüstung, den bisherigen Wettkämpfen aber auch Unterstützung bei verschiedenen (über-)regionalen Einsätzen. Auch ehemalige Ortsbrandmeister der Ortswehr werden gewürdigt. Die Festschrift ist während der Feuerwehrtage vor Ort zu erwerben, oder auf Anfrage beim Kommando der Feuerwehr Hollen zu bekommen.


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