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Über Rumänien ans Steuer vom BürgerBus

Gnarrenburg (eb). KLeines Portrait über das ehrenamtliche Engagement des Bürgerbussfahrers Rolf Weiler.

Bilder
Rolf Weiler am Steuer des Gnarrenburger Bürgerbusses „Dörphopper“. 
 Foto: BürgerBus Gnarrenburg e. V., Wolf Pfannmoeller

Rolf Weiler am Steuer des Gnarrenburger Bürgerbusses „Dörphopper“. Foto: BürgerBus Gnarrenburg e. V., Wolf Pfannmoeller

Auch wenn es seltsam klingt, der Weg von Rolf Weiler auf den Sitz hinter das Lenkrad des Gnarrenburger BürgerBusses führte den Rentner - zumindest per Telefonat - über Rumänien: „Genau dort erreichte Rolf Weilers Bewerbungsanruf Heiner Cordes, den Fahrdienstleiter des BürgerBus-Vereins.
Einige Fahrer hatten eine Aktion des AWO Kreisverbandes Rotenburg/ Wümme e. V. unterstützt und zu Weihnachten ehrenamtlich Päckchen nach Sibiu und Sadova geliefert“, erinnert sich Rolf Weiler. „Damit das Telefonat nicht zu teuer wird, haben wir uns schnell zu einem Infogespräch hierzulande nach seiner Rückkehr verabredet.“
 
Neu im Fahrerteam
 
Ein Treffen, das positiv verlief, denn seit Anfang des Jahres gehört der 64-Jährige nun fest ins 20-köpfige Fahrerteam des Gnarrenburger BürgerBusses. Eine Anzeige im Gnarrenburger Boten hatte ihn aufmerksam werden lassen: „Nach meinem Renteneintritt wollte ich gern etwas für die Gemeinschaft tun. Außerdem lernt man auf den Fahrten nette Leute kennen und kommt mit ihnen ins Gespräch“, erklärt Rolf Weiler. Für seine ersten Stunden am Steuer galt das sogar gleich in doppeltem Sinne: Zur Einarbeitung begleitete ihn Hartwin Grimm, ein erfahrener Kollege aus den Reihen der Fahrer, die schon länger dabei sind. „Erst habe ich die Strecke mehrmals als Fahrgast mitgemacht. Nach einer Einführung in das Fahrzeug, den Fahrscheindrucker und das Tablet zur Fahrgastzählung ist Hartwin dann zweimal sowohl in der Früh- als auch in der Spätschicht persönlich mitgefahren“, so Weiler, „eine tolle Unterstützung.“
 
Kameradschaftliche Atmosphäre
 
Es seien insbesondere die freundliche Aufnahme, die er erfahren habe, und die Gemeinschaft unter den Fahrern, die er schätze, berichtet der Karlshöfener weiter. „Auf den Fahrertreffen herrscht immer eine kameradschaftliche Atmosphäre. Jeder kann dort seine Anliegen vorbringen und auch das Gemütliche kommt nicht zu kurz“, sagt er. Einige Verbesserungsvorschläge hat der neue Fahrerkollege ebenfalls bereits parat: Bestimmt ließe sich die Bedienung des Fahrscheindruckers an Bord des Busses vereinfachen. Und auch die Ortschaften Karlshöfen sowie Karlshöfenermoor könnten noch besser in das Streckennetz eingebunden werden, findet er.
Was ihn deshalb besonders freuen würde: „Wenn sich zur Umsetzung dieser und weiterer Ideen noch ein paar mehr Mitstreiterinnen und Mitstreiter finden, die den Verein und damit insbesondere auch ältere Menschen hier in Gnarrenburg und umzu unterstützen - am besten als Fahrerinnen und Fahrer des BürgerBusses!“
 
Informationen auf der Homepage
 
Weitere Informationen zum BürgerBus Gnarrenburg e. V. im Internet: www.buergerbus-gnarrenburg.de.


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