Tina Garms

Portrait: Stets mit Feuereifer im Einsatz

Gnarrenburg. 25 Jahre war Ingrid Mahnken für den Bremervörder Anzeiger auf unzähligen Veranstaltungen anzutreffen, um die Leserschaft über das örtliche Geschehen auf dem Laufenden zu halten.

Bilder
Ingrid Mahnken wird zukünftig leider nicht mehr für den Bremervörder Anzeiger hinter der Kamera stehen.  Foto: tg

Ingrid Mahnken wird zukünftig leider nicht mehr für den Bremervörder Anzeiger hinter der Kamera stehen. Foto: tg

Nun verabschiedet sie sich aus dem aktiven Berufsleben mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Ihr Resümee: „Über all die Jahre habe ich die Arbeit beim Anzeiger sehr genossen. Sie machte mein Leben abwechslungsreicher, bunter und interessanter.“ Und auch die Kolleginnen und Kollegen werden „ihre Inge“ mit ihrer herzlichen Art schmerzlich vermissen, aber gönnen ihr natürlich auch den wohlverdienten Ruhestand. Auf Inge war immer Verlass, viele Male atmete die Redaktion auf, wenn Inge wieder einmal spontan einen Termin übernehmen konnte.
 
Neuanfang beim Anzeiger
 
#In einem kleinen Rückblick lässt Ingrid Mahnken ihren beruflichen Werdegang beim Anzeiger noch einmal Revue passieren. Nachdem sie viele Jahre ihre kreative Ader mit der Herstellung von Tonarbeiten unter Beweis stellte, beschloss sie mit Anfang 40 einen Neuanfang. Sie habe sich wieder mehr dem Leben draußen vor der Tür zuwenden wollen. Ein Stellenangebot im Anzeiger kam da wie gerufen. „Die Grundvoraussetzungen wie Kontaktfreudigkeit, ein Faible fürs Schreiben, Interesse am öffentlichen Geschehen und der Umgang mit der Kamera entsprachen genau meinen Neigungen“, so Ingrid. Doch aller Anfang war schwer. Doch ihre erste Redakteurin Heike Lauterbach hatte eine Engelsgeduld und brachte ihr das kleine ABC des Journalismus bei. Künftig war Ingrid auf vielen kulturellen Veranstaltungen anzutreffen, besonders die örtlichen Vereine und die Belange der hiesigen Firmen lagen ihr am Herzen, wie sie erzählt. Lediglich für Sitzungen der kommunalen Politik habe sie sich nicht begeistern können.
 
Corona ermöglichte Ruhestand-Testlauf
 
Seit gut einem Jahr befindet sich die freiberufliche Mitarbeiterin der Redaktion im Rentenalter und so stellte sich ihr immer wieder die Frage, wie lange sie wohl noch der schreibenden Zunft angehören würde und möchte. „Ich hatte Bedenken vor zu viel Leerlauf und Langeweile in meinem Leben“, erklärt sie. Doch dann stellte der Corona-Virus die Welt auf den Kopf. Die Einschränkungen, die der Virus mit sich brachte, seien für sie aber ein prima Testlauf gewesen, ob sie auch ohne vollen Terminkalender zurechtkommen würde. Kurzerhand schaffte sie sich ein E-Bike an, mit dem sie nun täglich viele Kilometer auf Achse ist und sich fit hält. Außerdem herrsche zurzeit ja auch Hochkonjunktur im heimischen Garten. Von jeher ein geliebtes Steckenpferd von Ingrid. Einziger Wermutstropfen sei der Abschied von ihren Anzeiger-Kolleginnen und Kollegen. „Ich fühlte mich dort immer sehr gut aufgehoben und angenommen.“
 
Großes Dankeschön
 Der neu gewonnenen Freiheit stehe jetzt nur noch eine Sache im Weg: Der Corona-Virus, so die frischgebackene „Unruheständlerin“, wie sie sich nun selbst bezeichnet: „Wenn dann die unselige Corona-Pandemie Geschichte ist, werde ich ganz sicherlich auf zahlreichen kulturellen Veranstaltungen anzutreffen sein, allerdings nur noch als Besucherin. Darauf freue ich mich schon heute.“ Und das Team vom Bremervörder Anzeiger freut sich schon darauf, wenn „ihre Inge“ mal auf einen Plausch vorbei schaut und bedankt sich ganz herzlich für die tolle, langjährige Zusammenarbeit. Birgit Wrissenberg, Objektleiterin beim Bremervörder Anzeiger, abschließend: „Ein Vierteljahrhundert war Inge mit Feuereifer für uns im Einsatz, immer mit viel Spaß an der Arbeit. Und das konnte man auch beim Lesen ihrer Artikel spüren.“ Und auch Chefredakteur Patrick Viol ist dankbar für Inges stets verlässliche Art und gute Schreibe: „Auf Inge konnte man sich immer verlassen. Wo sie auch hinging, welche Veranstaltung sie auch besuchte, stets kam ein guter Artikel mit eindrucksvollem Bild zurück. Es ist wirklich schade, dass sie nun aufhört.“ Er wünsche ihr aber für den Ruhestand nur das Beste.


UNTERNEHMEN DER REGION