Ingrid Mahnken

330 Tiere stellten sich zur Schau - Sascha Brinkmanns Hühner machten das Rennen

Augustdorf. Flauschig weiche Zwerg Seidenhühner, ihr Federkleid wie frisch gewaschen und geföhnt, Hennen mit glänzendem Federhelm und Engelsfüßen, vom Aussterben bedrohte Mechelner Hühner, laut krakeelende Elsässer Gänse oder leise gurrende schneeweiße Kingtauben: Die Züchter des Geflügelzuchtvereins Gnarrenburg und Umgebung zeigten wieder einmal außergewöhnliche Rassen auf ihrer Geflügelausstellung in Augustdorf.

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Für ihre herausragenden Züchterergebnisse war ihnen ein Vereinsmeistertitel sicher. Von links Sascha Brinkmann, Thies Rune Kück der Ausstellungsleiter Fabian Burow, Nils-Timon Hundt und Hans-Walter Ahrensfeld. Foto: im

Für ihre herausragenden Züchterergebnisse war ihnen ein Vereinsmeistertitel sicher. Von links Sascha Brinkmann, Thies Rune Kück der Ausstellungsleiter Fabian Burow, Nils-Timon Hundt und Hans-Walter Ahrensfeld. Foto: im

Augustdorf. Flauschig weiche Zwerg Seidenhühner, ihr Federkleid wie frisch gewaschen und geföhnt, Hennen mit glänzendem Federhelm und Engelsfüßen, vom Aussterben bedrohte Mechelner Hühner, laut krakeelende Elsässer Gänse oder leise gurrende schneeweiße Kingtauben: Die Züchter des Geflügelzuchtvereins Gnarrenburg und Umgebung zeigten wieder einmal außergewöhnliche Rassen auf ihrer Geflügelausstellung in Augustdorf.
Ein Wochenende lang präsentierten sie ihre rund 330 Hühner, Enten, Tauben und Gänse nach Rassen sortiert, in dem früheren Kuhstall der Familien Schröder und Nietfeld in Augustendorf 21. Sogar zwei exotische Kröllwitzer Puten, mit denen ihr Züchter Gerhard Gehlen sogar schon einen Zuchtpreis einkassiert hatte, rekelten sich in einer großen Voliere. Auch Exoten wie die komplett schwarzen Cemani Hühner aus Indonesien stammend, waren vertreten.
Doch bevor die zahlreichen Besucher in die Welt der Geflügel eintauchen durften und die „Schönen“ zu Gesicht bekamen, mussten sich die Tiere gleich vier Preisrichtern zur Schau stellen. Ihren geschulten Augen entging nichts. Sie begutachteten die Haltung, den Körperbau, die Stellung der Krallen, die Formschönheit des Schnabels und vor allem das Gefieder.
Bestnoten und den Vereinsmeistertitel holte sich der Vereinsvorsitzende Sascha Brinkmann aus Glinstedt mit seinen tiefschwarzen Hühnern der Gattung Australorps. Die schmucken Mondain blau-schimmel Tauben von Hans-Walter Ahrensfeld aus Karlshöfen bescherten ihm den Titel des Vize-Vereinsmeisters. Die perlgrauen Zwerg Seidenhühner mit Bart von Nils-Timon Hundt aus Brillit kürten ihn zum Jugend-Vereinsmeister. Als Jugend-Vizevereinsmeister konnte sich Thies-Rune Kück aus Kuhstedt feiern lassen.
Zuchtpreise konnten Catrin Brinkmann aus Glinstedt für ihre großen Hühner Amrocks gestreift, Luca Müller aus Oerel für seine Zwerghühner Australorps schwarz sowie Fabian Burow aus Gnarrenburg für seine Tauben Deutsche Modeneser Schietti mit nach Hause nehmen. Mit Zuchtpreisen wurden die Jugendlichen Chantal Kröker-Buhe für ihre Seiden Hühner mit Bart gesperbert sowie Karolin Brandt mit ihren Deutsche Modeneser Schietti ausgezeichnet.
55 Mitglieder zählt der Verein. Nachwuchssorgen hat er nicht.
Das Gewinnen eines Preises ist für die Züchter eine tolle Herausforderung aber eher Nebensache. Denn die wahrhaftige Passion, an der Hobby Geflügelzucht ist für die meisten der Umgang mit den Tieren und die Pflege Zuhause. Zum Verkauf kommen in der Regel nur die Tiere, die nicht voll und ganz die Kriterien für eine Weiterzucht erfüllen. „Interessierte reißen uns die Hühner sprichwörtlich aus den Händen“, erklärt Hobbyzüchter Gerhard Gehlen aus Brillit. Und so war die Anzahl und Auswahl an Tieren, die auf der Verkaufsbörse auf neue Besitzer warteten, eher gering.


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