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NABU: Kleine Ersthelfer erforschen Marienkäfer

Bremervörde (eb). Vor über einem Jahr startete das Kindergarten-Projekt „Ersthelfer*in für die Vielfalt“ von der NABU Umweltpyramide.
 

Bilder
Der Handpuppe „Rabe“ schmecken nur die grünen Käfer. 
 Foto: NABU/Kita Abenteuerland

Der Handpuppe „Rabe“ schmecken nur die grünen Käfer. Foto: NABU/Kita Abenteuerland

Durch dieses Projekt bekommen die teilnehmenden Einrichtungen eine Vielzahl an Möglichkeiten aufgezeigt, mit den Kleinsten die Natur zu entdecken und aktiv etwas zur Förderung der Artenvielfalt umzusetzen.
Bettina Schroeder ist als pädagogische Leitung im regelmäßigen Austausch mit den teilnehmenden Fachkräften. „Die Einrichtungen nehmen langsam den Normalbetrieb wieder auf und möchten die Kinder in erster Linie draußen beschäftigen“, erzählt sie von den Rückmeldungen. Die Materialkiste zum Thema „Krabbeltiere“ liefert eine Menge Ideen zur Beschäftigung in und mit der Natur. Die Kinder der Helga-Leinung-Schule haben zur Zeit des Homeschoolings kleine Holzkäfer als Marien- oder Maikäfer bemalt. Inzwischen dürfen die Kinder wieder zur Schule gehen. „Nun können sie die dazugehörigen Aktionen zum Thema „Warn- und Tarnfarben“ gemeinsam in der Schule durchführen und besprechen“, berichtet Bettina Schroeder.
 
Forscherdrang geweckt
 
In der Kita Abenteuerland haben die Kinder kleine, unbekannte Larven entdeckt. Der Forscherdrang war geweckt und neugierig in den Bestimmungsbüchern aus der Materialkiste geblättert. Nachdem sie herausgefunden haben, dass aus diesen Larven Marienkäfer werden, haben auch diese Kinder das Thema begeistert weiterverfolgt. „Wir haben Pappteller in große rote Marienkäfer verwandelt“, berichten die Erzieherinnen. Dann haben auch sie die kleinen Holzkäfer aus der Materialkiste genommen und diese von den Kindern rot oder grün bemalen lassen. „In einem kleinen Spiel schärften wir unsere Augen: Welche Käfer erkennen wir am besten und welche übersehen wir? Dabei machten die Kinder spielerisch die Erfahrung, dass grüne Käfer viel besser getarnt sind als rote.“ Bettina Schroeder von der NABU Umweltpyramide hat diese Aktionen entwickelt: „Die Frage „Haben denn die roten Käfer gar keine Angst, gefressen zu werden?“ stellt sich dabei von ganz allein.“ Nein, habe sie nicht, lautet die Antwort. Die Handpuppe „Rabe“ erläutert den Kindern, weshalb ein Vogel niemals rote Käfer frisst: „Hat ein Vogel einmal einen Marienkäfer probiert, wird er sich immer an den ekeligen Geschmack von roten Käfern erinnern!“ Die wohlschmeckenden Käfer müssen sich dagegen gut tarnen - wo das am besten geht, haben die Kinder mit Naturmaterialien nachempfunden.
 
Fantasievolle Umsetzung
 „Die Erzieherinnen setzen unsere Anregungen sehr fantasievoll und engagiert um“, ist Bettina Schroeder begeistert von den Berichten aus den teilnehmenden Einrichtungen. Das Projekt, welches von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert wird, läuft noch über zwei Jahre, in denen sich die Kinder nach „Krabbeltierfreunden“ zu „Blumenentdeckern“, „Ernährungsforschern“ und „Natur-Baumeistern“ entwickeln werden.


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