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Zwei innere Welten

Schwere Gedanken in leichte Worte fassen: Das gelingt Michelle Klatt und Johannis Röhrs in ihrer Poesie. Ihre Ausstellung „Zwei innere Welten – Worte für Menschen“ im EIGENART Kunstraum kommt daher fast ganz ohne Bilder aus.

Schreiben seit ihrer Kindheit und Jugend: Michelle Klatt aus Bremervörde und Johannis Röhrs aus Zeven.

Schreiben seit ihrer Kindheit und Jugend: Michelle Klatt aus Bremervörde und Johannis Röhrs aus Zeven.

Bild: Rgp

Bremervörde. Autorin Michelle Klatt aus Bremervörde und Autor Johannis Röhrs aus Zeven lernten sich erst dadurch kennen, dass EIGENART-Impulsgeberin Anja Schlesselmann-Janssen mit der Idee auf die Beiden zukam, ob nicht eine gemeinsame Ausstellung Sinn ergeben würde.

Autismus, Liebe, Freude und Trauer

„Poesie über Liebe, Respekt, Tabus und Toleranz. Nicht mit halbem Herzen, sondern ganz“ steht als Überschrift über dem Werk von Röhrs. „Was der Mund nicht auszusprechen vermag, schreibt das Herz“ steht für die Arbeiten von Klatt. Das Schreiben begleite Klatt bereits seit ihrer Kindheit, vor zwei Jahren folgte dann die Entdeckung der Leidenschaft für den Poetry Slam, so Schlesselmann-Janssen in ihrer Laudatio. Klatt selbst sagte, dass sie mit ihren Arbeiten die Menschen für das Thema Autismus zu sensibilisieren versuche.

Auch Röhrs habe bereits in seiner Kindheit nach einem künstlerischen Ausdrucksmittel gesucht. Erst war es die Musik, in seiner Jugend dann das Schreiben. „Das fing deshalb so früh an, da ich schon in jungen Jahren erste Erfahrungen mit Ausgrenzung, Mobbing und psychischen Problemen machen musste“, so Röhrs. Zunächst waren seine Texte für den „jugendlichen Rotz“, später, nachdem er nach Zeven zog, änderte sich der Schreibstil. Mit Anfang 30 folgten die ersten professionellen Gedichte, neben seinem Brotberuf als Gärtner. „Dabei interessieren mich zum einen sehr persönliche Motive wie mentale Gesundheit, Mobbing und Ausgrenzung, aber auch allgemeingültige Themen wie Liebe, Hass, Frieden, Krieg, Macht, sowie Freude, Trauer, der Tod und das Leben. 2021 hat Röhrs seinen ersten Gedichtband „Die Poesie der Worte“ im Selfpublishing veröffentlicht. Es folgten erste Lesungen, ein erster Platz beim Schreibwettbewerb im Bremervörder Kultursommer 2025, sowie Angebote für Poetry-Slams. Und nun die erste Gemeinschaftsausstellung, in der sowohl Röhrs als auch Klatt vor Publikum aus ihren Werken lasen.


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