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Stiftung bewahrt regionale Geschichte

Aus einer Sammlung regionaler Schätze ist ein kultureller Anziehungspunkt geworden. Die Stiftung Bachmann-Museum feiert ihr 25-jähriges Bestehen und blickt auf eine bewegte Entwicklung zurück.

 

Bremervörde. Im Jahr 2001 unterzeichneten Vertreter des Landkreises Rotenburg und der Stadt Bremervörde zusammen mit Dr. Elfriede Bachmann die Stiftungsurkunde der Stiftung Bachmann-Museum Bremervörde. Neben Bachmann waren der Oberkreisdirektor Dr. Hans-Harald Fitschen, der ehrenamtliche Landrat Reinhard Brünjes und der Bremervörder Bürgermeister Eduard Gummich mit dabei. Mit der Unterzeichnung bekam das größte Museum des zentralen Elbe-Weser-Dreiecks eine neue Organisationsform. Der Zweck der Stiftung ist, das Bachmann-Museum als wissenschaftliche, kulturelle und gemeinnützige Einrichtung in Bremervörde zu betreiben und auf Dauer zu erhalten. Finanziell getragen wird die Stiftung bis heute zum größten Teil vom Landkreis Rotenburg, aber auch von der Stadt Bremervörde.

 

Zwei Sammlungen unter einem Dach

Die zentralen Aufgaben der Stiftung sind das Bewahren, Ergänzen und Erforschen der Museumsobjekte sowie das Vermitteln regionaler Geschichte. August Bachmann (1898 bis 1983) hatte seine Sammlung zur Geologie, Archäologie, Geschichte und Volkskunde im zentralen Elbe-Weser-Dreieck über viele Jahrzehnte aufgebaut und dabei jedes Objekt sorgfältig dokumentiert. Ab 1960 sammelte auch der Landkreis Objekte zur regionalen Geschichte, Volkskunde und Kunst. Beide Sammlungen befinden sich heute im Eigentum der Stiftung.

Eine wichtige Rolle in der Stiftungsarbeit spielt nach dem Kuratorium als höchstes Gremium der Vorstand, der die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich vertritt. Der Kreisarchäologe Dr. Stefan Hesse, der seit 2003 Vorsitzender des Vorstands ist, kennt die Stiftung und die Entwicklung des Museums in den vergangenen 25 Jahren sehr gut. „Die Stiftung Bachmann-Museum, so wie sie sich heute darstellt, ist mit der Institution von vor 25 Jahren kaum zu vergleichen. Bei der Gründung hatten alle Beteiligten den Wunsch geäußert, dass das Museum mehr von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Mit vielen Angeboten wie zum Beispiel Sonderausstellungen und Führungen, Vorträgen, Programmen für Schulklassen, Kunsthandwerkermärkten und Konzerten konnte das Museumsteam unsere Institution zu einem bedeutenden kulturellen Ort im Elbe-Weser-Dreieck weiterentwickeln“, sagt Hesse.

 

Elfriede Bachmann stärkte das Fundament

Die prägende Persönlichkeit der Stiftung war Dr. Elfriede Bachmann (1936 bis 2023), die Tochter des Sammlungsgründers Die langjährige Museumsleiterin war als Mitstifterin Teil des Kuratoriums, bot auch nach ihrer Pensionierung Vorträge und Führungen an und unterstützte die Stiftungsmitarbeitenden mit ihrem Wissen. Durch die Übertragung ihrer Sammlungen und umfangreiche finanzielle Zuwendungen aus ihrem privaten Vermögen stärkte sie das Fundament der Stiftung. Aus ihrem nachlass übertrug sie zudem das umfangreiche Archiv und die Bibliothek der Familie Bachmann an die Stiftung. Dadurch ist das Wissen über die Sammlungsobjekte und die Geschichte der Region gesichert. Die Stiftung hat im Zuge einer Satzungsänderung daher beschlossen, mit dem Namen Bachmann-Museum neben August Bachmann auch Dr. Elfriede Bachmann und ihr Wirken zu ehren.

„In vielen Bereichen hat sich das Museum in den letzten Jahren viel positiver entwickelt, als wir es uns bei der Gründung der Stiftung vorstellen konnten“, so Eduard Gummich, der als Bremervörder Bürgermeister viele Jahre Mitglied im Kuratorium war und sich heute als stellvertretender Vorstandsvorsitzender engagiert. „Das ist vor allem den Geschäftsführern und den weiteren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung zu verdanken. Ihre Arbeit zu begleiten und zu unterstützen ist für alle Vorstandsmitglieder eine große Freude.“

 

Sanierung und neue Ausstellung

Aktuell steht die Stiftung vor großen Herausforderungen. Seit 2023 ist die Ausstellung des Museums geschlossen, da das Museumsgebäude an der Amtsallee in Bremervörde saniert werden muss. Der Landkreis als Eigentümer der Gebäude und die Stiftung als Betreiber des Museums setzen in einem gemeinsamen Großprojekt die Sanierung und den Umbau des Gebäudes sowie die Entwicklung einer neuen, zeitgemäßen Ausstellung um. Parallel wird ein neues Depot für die Museumsobjekte errichtet.


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