

Bremervörde. Die Sparkassen-Vorstände Thorben Prenntzell und Marko Putaro erläuterten kürzlich in Zeven im Beisein von Katja Kowalke (Co-Leiterin Private Banking und Firmenkunden), Volker Eichler (Leiter Marktfolge) sowie Axel Seidenschwarz (Leiter Vorstandsstab / Pressesprecher) die Geschäftsergebnisse, und bestätigten das gute Vorjahresergebnis.
Der Bremervörder Marco Tulodetzki, bislang stellvertretendes Vorstandsmitglied, wird zeitnah in die Altersteilzeit wechseln. Seine Aufgaben übernimmt Katja Kowalke, die -wie geplant- kürzlich nach Rotenburg gezogen ist.
Neugeschäft im Kreditbereich verzeichnet starken Zuwachs
Die Sparkasse Rotenburg Osterholz hat im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von 4,1 Millionen Euro erwirtschaftet, und damit ihr gutes Ergebnis aus dem Vorjahr bestätigt. Verantwortlich sind vor allem Erträge aus dem Zinsgeschäft. Mit mehr als drei Milliarden Euro ist die Sparkasse größter Kreditgeber in der Region. „Das Jahr 2025 war für uns ein sehr ordentliches Geschäftsjahr“, so Vorstandsvorsitzender Thorben Prenntzell. „Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seit Jahren sehr herausfordernd sind.“ Diese Unsicherheit habe auch die deutsche Wirtschaft gelähmt – für sie war es ein drittes schwaches Jahr in Folge. „Gemessen daran, können wir mit unserem Ergebnis sehr zufrieden sein“, so Prenntzell weiter. „Wir haben einmal mehr gezeigt, dass wir auch in schwierigen Zeiten eine wirtschaftlich gesunde Sparkasse sind und verlässlich an der Seite unserer Kundinnen und Kunden stehen.“
Diese Verlässlichkeit spiegele sich auch im Kreditbereich wider. Dort sagte sie Beträge in Höhe von 396 Millionen Euro zu – das sind 9,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie die abnehmende Inflation führten zu einer Belebung der Investitionen von Unternehmen. „Unsere planerische Zielgröße eines moderaten Kreditwachstums im privaten Wohnungsbaugeschäft konnte durch die äußeren Umstände der geringeren Inflation einhergehend mit einer Absenkung des Zinsniveaus erreicht werden. Die Nachfrage nach Immobilieninvestitionen hat sich wieder belebt, wenngleich zu beobachten ist, dass die Anforderungen an ein energetisches Konzept und damit einhergehender Investitionssicherheit gestiegen sind“, berichtete Vorstandsmitglied Marko Putaro. Der Bestand der Kundenkredite entwickelte sich mit 3 Milliarden Euro auf dem hohen Vorjahresniveau (2,9 Milliarden Euro) weiter. Planmäßige und außerordentliche Tilgungen konnten im Jahresverlauf somit klar überkompensiert werden. Der Bestand der Kundeneinlagen sei gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, und betrug Ende 2025 rund 3,1 Milliarden Euro (2024: 3,0 Milliarden Euro). „Unsere Kundinnen und Kunden bevorzugen mittlerweile alternative Anlageformen. So waren Sparkassenbriefe als festverzinsliche Geldanlagen weiterhin sehr beliebt“, so Putaro weiter.
Besonders positiv entwickele sich das Wertpapiergeschäft. Während die Wertpapierkäufe gegenüber 2024 nachfragebedingt um 17,1 Prozent zulegten, erhöhten sich auch die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft. Diese lagen am Jahresende 2025 bei guten 7,7 Mio. Euro (nach 6,4 Millionen Euro in 2024). Grund für diese Entwicklung sei eine Kombination aus Wachstumsmärkten und wieder fallenden Zinsen bei klassischen Anlageprodukten. So verzeichneten die Aktienmärkte trotz der geopolitischen Spannungen und ökonomischen Unsicherheiten weltweit insgesamt positive Renditen. Insbesondere Aktien von Konzernen, die auf künstliche Intelligenz setzten, sind 2025 rasant gestiegen. Insgesamt sei festzuhalten, dass sich im vergangenen Geschäftsjahr sowohl die Kundeneinlagen als auch das Wertpapiergeschäft gut entwickelt haben.
Dämpfer im Immobiliengeschäft
Die Auftragsentwicklung im Wohnungsbau habe sich im Jahresverlauf 2025 auf niedrigem Niveau stabilisiert. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, so Putaro, dass sich die Rahmenbedingungen stabilisieren, damit Unternehmen wieder verstärkt investieren können. Das Vermittlungsgeschäft von Immobilien sei jedoch rückläufig gewesen. Hatte die Sparkasse im Geschäftsjahr 2024 noch Immobilien im Rekordwert von 36,1 Millionen Euro vermittelt, waren es im vergangenen Jahr 30,2 Millionen Euro –ein Minus von 16 Prozent. Infolgedessen sanken auch Provisionserträge aus der Immobilienvermittlung von 1,9 Millionen Euro (2024) auf 1,6 Millionen Euro ab.
Weiterhin ein wichtiges Geschäftsfeld stelle für die Sparkasse das Versicherungsgeschäft dar. „Hier zeigt sich, dass immer mehr Privatkunden in ihre Altersvorsorge investieren und entsprechend Geld zur Seite legen“, fügte Putaro hinzu. In Zahlen drücke sich diese Entwicklung in der Beitragssumme der Lebensversicherungen wie folgt aus: Mit 33,9 Millionen Euro lag diese Ende 2025 um nahezu 30 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Erträge aus dem Geschäft mit Lebensversicherungen und Sachversicherungen stiegen gegenüber 2024 moderat an; sie lagen am Jahresende 2025 bei 2,52 Millionen Euro.
Als kommunale, gemeinwohlorientierte Institute sind Sparkassen nicht renditegetrieben. Gleichwohl sind sie verpflichtet, ihre Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Die Erträge setzten sich aus dem Zinsertrag und dem ordentlichen Ertrag (insbesondere Provisionen und Gebühren) zusammen. Die Sparkasse Rotenburg Osterholz erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Bruttoertrag in Höhe von 111,3 Millionen. Euro, und lag damit über dem Vorjahresbetrag (107,0 Millionen Euro). Während der Zinsertrag innerhalb des vergangenen Geschäftsjahres von 93,4 Millionen Euro auf 96,6 Millionen Euro zulegte, nahm der Zinsaufwand von 30,5 Millionen Euro auf 27 Millionen Euro ab. Der ordentliche Ertrag betrug somit 37 Millionen Euro. „Wir führen rund 10.500 Geschäftsgirokonten und112.000 Privatgirokonten für unsere Kunden. Damit haben wir den Bestand im Vergleich zum letzten Jahr gehalten. Wir betreuen rund 7,3 Milliarden Euro an Kundenvermögen – Einlagen, Kredite und Wertpapiere in den unterschiedlichsten Anlageklassen. Damit sind wir in unserem Geschäftsgebiet Marktführer“, sagte Prenntzell.
Zu den Kernaufgaben der Sparkasse gehöre es, die regionale Wirtschaft zu fördern sowie in ihrem Geschäftsgebiet für eine flächendeckende Geldversorgung zu sorgen. Mit fünf großen Beratungscentern in Zeven, Rotenburg, Bremervörde, Osterholz-Scharmbeck und Lilienthal sowie weiteren 13 Geschäftsstellen ist die Sparkasse in den Landkreisen Rotenburg (Wümme) und Osterholz sehr gut vertreten. Hinzu kommen diverse Selbstbedienungsstandorte.




