

Frelsdorf. Freunde des plattdeutschen Theaters kamen in den vergangenen Wochen wieder voll auf ihre Kosten. „De Frelsdörper Theaterlüüd“ spielten insgesamt elf Vorstellungen der niederdeutschen Komödie „Een liek för Grete“ im Frelsdorfer Heimathaus. Die Aufführungen der plattdeutschen Theatergruppe sind immer ein highlight. Mit viel Herzblut und Humor bringen sie plattdeutsches Theater auf die Bühne.
Doping für die Lachmuskeln
Die neue Kriminalkomödie von Hans Schimmel, mit der plattdeutschen Bearbeitung von Wolfgang Binder, sorgte beim Publikum für strapazierte Lachmuskeln. Besonders beliebt war die letzte Vorstellung – hier zogen die Laiendarsteller noch einmal alle Register. „Da geben die Mitspieler noch mal so richtig Gas und halten sich nicht unbedingt an die Textvorgaben“, erzählt Regisseur Hermann Scholz, der auch dieses Mal wieder den richtigen Riecher hatte.
Ein Fall für Grete Glövich
Auf dem Kreuzfahrtschiff Phönix kommt es zwischen den Gästen immer wieder zu Streitereien. Als dann noch ein Mord passiert und die Leiche verschwindet, gerät Kapitän Hubert Hacker in Schwierigkeiten: sein Schiff ist weit von einem Hafen und somit einem Kommissariat entfernt – eine Lösung muss her.
Schließlich nimmt die begeisterte Krimileserin und Köchin Grete Glövich – überzeugend gespielt von Daniela Conrad – das Ruder in die Hand. Dass ihre Kochkünste dabei zu kurz kommen, stört sie nicht. Sie will unbedingt den Fall aufklären. An Board geht es währenddessen drunter und drüber, plötzlich hat jeder jeden in Verdacht. Die gegenseitigen Verdächtigungen von Schriftsteller Ricky Ricks und seiner Kollegin Beate Ohse führen trotz anfänglicher Widrigkeiten zum Happy End.
Im Salon des Schiffes hat Stewardess Lisa Jensen das Bordleben genau im Blick. Da Dr. Käthe Lüttjohann an ständiger Überforderung in ihrem Job leidet, ist sie ihre beste Kundin im Salon. Sie hat aber keinerlei Interesse an der verschwundenen Leiche und an dem auffälligen Hautausschlag im Gesicht des ominösen Herrn Adalbert Grafenau. Für etwas Kreuzfahrtflair sorgen Elvira Griebe und Sybille von Maierstein. Mit viel Schrulligkeit und der Vortäuschung von Reichtum und fehlendem Allgemeinwissen trafen die Damen den nerv beim Publikum. Nach einigem Hin und Her gelingt der gewieften Köchin schließlich, den Mordfall, der keiner war, aufzuklären.
„De Frelsdorper Theaterlüüd“ sind seit 2025 ein eingetragener Verein. Nach der Sommerpause geht es weiter. Dann beginnt die Suche nach einem neuen Stück. Der Vorverkauf beginnt auf dem Frelsdorfer Weihnachtsmarkt am 28. November. Weitere Informationen gibt es unter frelsdorper-theater.de.




