

Bremervörde. In Bremervörde gibt es gerade einen doppelten Grund zur Freude: Erstens bestehen die „LIchtbilcke“ jetzt seit fünf Jahren, und zweitens konnte die Gruppe zum fünften Mal eine Fotoausstellung in der Fotozelle realisieren.
Das Thema der diesjährigen Ausstellung in der ehemaligen gelben Telefonzelle vor dem EIGENART Kunstraum lautet „Schattenspiele“. Schatten sind der Gegenpol zum Licht, dennoch gehört beides zusammen. Ohne Licht kein Schatten und manchmal braucht es den Schatten, um das Licht überhaupt erst wahrzunehmen.
Wertschätzung und Vertrauen
Das gelte ebenso für das Leben als auch für das Fotoprojekt der „Lichtblicke“. Es gebe helle Momente, neue Erkenntnisse und gemeinsame Erfolge. „Natürlich gibt es auch unterschiedliche Meinungen und Kritik. Nicht immer sehen wir die Dinge gleich“, sagt Thorsten Eilers im Namen der Fotogruppe.
In fünf Jahren haben sich die „Lichtblicke“ inzwischen über hundert Mal getroffen. Bei all diesen Treffen sei die Grundidee dieselbe geblieben. „Wir wollen einander begegnen, uns austauschen, voneinander lernen. Wir wollen die Meinungen, Erfahrungen und Kenntnisse anderer hören, darüber nachdenken und sie bewerten. Wir können sie annehmen – oder auch ablehnen. Entscheidend ist, dass wir uns überhaupt darauf einlassen“, so Eilers weiter. Das Fundament sei dabei die Wertschätzung. „Vertrauen hält uns zusammen. Dabei ist die Fotografie unser gemeinsames Vehikel. Sie bringt uns ins Gespräch, eröffnet neue Perspektiven und lässt uns Dinge entdecken, die wir sonst vielleicht übersehen hätten. Dabei lernen wir nicht nur etwas über Fotografie, sondern auch übereinander – und manchmal sogar über uns selbst“, erläutert Eilers.
Dass das Gruppenprojekt nun fünf Jahre bestehe und zum fünften Mal eine Ausstellung stattfinde, zeige, dass aus einer Idee etwas Beständiges geworden ist. Etwas, das Menschen zusammenbringe und ihnen Rau, gebe, sich einzubringen. Die wichtigste Botschaft der „Lichtblicke“ und „Schattenspiele“ könne jene sein, dass die Mitglieder bereit seien, einander wahrzunehmen – mit allen Stärken, Ecken und Kanten. „In diesem Sinne wünsche ich uns allen weiterhin viele inspirierende Begegnungen, spannende Perspektiven und natürlich viele neue fotografische Entdeckungen“, so Eilers abschließend. Der Dank der Gruppe gehe an den Tandem e. V., den EIGENART Kunstraum, die Fotografinnen und Fotografen sowie an das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung für die Förderung des Fotoprojekts.

