

Elbe-Weser. Der sanfte Tourismus zwischen Elbe und Weser gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wie die Arbeitsgemeinschaft Osteland mitteilt, beobachten regionale Tourismusverbände seit etwa drei Jahren steigende Übernachtungszahlen. Auch die Nachfrage nach Radwanderkarten, Unterkünften und regionalen Sehenswürdigkeiten nehme zu. Die Arbeitsgemeinschaft sieht darin einen Wandel des Reiseverhaltens, der unter anderem auf die Corona-Pandemie und die angespannte internationale Lage zurückzuführen sei.
Besonders gefragt seien naturnahe Freizeitangebote und Möglichkeiten, die Region abseits großer Touristenströme zu erkunden. Dazu zählen der Oste-Radweg von Tostedt nach Balje und die Deutsche Fährstraße von Bremervörde nach Kiel. Auch die sogenannten Eisvogeltäler im südlichen Osteland, die sich mit dem Fahrrad oder Kanu erkunden lassen, sowie die Seehundsbänke im Mündungsbereich der Oste gehören zu den touristischen Attraktionen.
Um die Region für Urlauber weiter zu erschließen, plant der Touristikverband TouROW im Landkreis Rotenburg für das kommende Jahr eine Vernetzung und Aktualisierung des Wander- und Radwegenetzes. Dabei sollen auch der Oste-Radweg und die Deutsche Fährstraße berücksichtigt werden.
Die Arbeitsgemeinschaft Osteland unterstützt entsprechende Projekte auch finanziell. Der Verein mit mehr als 600 Mitgliedern verwendet einen Teil seiner Mitgliedsbeiträge zur Förderung des sanften Tourismus. Im vergangenen Jahr wurde der schleswig-holsteinische Abschnitt der Deutschen Fährstraße mit Hinweistafeln für Radfahrer und Wohnmobilreisende ausgestattet. In diesem Jahr erhielten zudem die sieben Bootsanleger entlang der Oste zwischen Bremervörde und Neuhaus neue Informationstafeln.




