Mareike Kerouche

Revierförsterei Bevern -  Neues Winterquartier für Fledermäuse ist fertig

Bilder
Hauke Klattenberg, Sarina Pils, Siegfried Rakowitz und Heiko Ehing vor dem neuen Winterquartier für Fledermäuse. 
 Foto: Niedersächsische Landesforsten

Hauke Klattenberg, Sarina Pils, Siegfried Rakowitz und Heiko Ehing vor dem neuen Winterquartier für Fledermäuse. Foto: Niedersächsische Landesforsten

Bevern (eb). Der Winterschlaf soll dunkel und frostsicher, aber bei hoher Luftfeuchte sein und der nächste Winter kommt bestimmt. Zahlreiche Fledermäuse können im Revier der Försterei Bevern jetzt ungestört Winterschlaf halten.
Die Niedersächsischen Landesforsten und die „Ökologische NABU-Station Oste Region“ haben in einem Gemeinschaftsprojekt ein Winterquartier für Fledermäuse errichtet.
Der Abendsegler, das Große Mausohr, die Große und Kleine Bartfledermaus, die Wasserfledermaus, die Fransenfledermaus und das Braune Langohr sind hier in der Gegend Zuhause. Sie fühlen sich in der strukturreichen Landschaft mit Wald, Waldrändern, offenen Grünlandflächen und kleinen Teichen und Tümpeln sehr wohl.
Sarina Pils, die Leiterin der „Ökologischen Station Oste Region des Naturschutzbundes (NABU) und die beiden Mitarbeiter des Forstamtes Harsefeld, Heiko Ehing, Förster für Naturschutz und Waldökologie und Siegfried Rakowitz, Revierleiter der Försterei Bevern haben zahlen- und artenmäßig viele Fledermäuse im Gebiet nachgewiesen.
Alle drei Akteure betonen unisono: „Sommerquartiere für Fledermäuse sind in ausreichender Menge vorhanden. Das Totholzkonzept der Niedersächsischen Landesforsten hat zu einem deutlichen Anstieg der Höhlen in alten und absterbenden Bäumen geführt. Zusätzlich haben wir seit zehn Jahren zahlreiche Fledermauskästen aufgehängt. Jetzt war es an der Zeit hier in der Gegend ein dunkles und frostsicheres Winterquartier mit hoher Luftfeuchte für die Überwinterung der flugfähigen Säugetiere anzubieten. Im Innern können sich die kleinen Flugtiere gut an den porösen Porotonsteinen festklammern und die Hohlkammersteine bieten den verschiedenen Arten je nach Bedarf unterschiedliche Platzgrößen. Das neue Winterquartier ist bezugsfertig.“
Der NABU und das Forstamt Harsefeld haben gut zusammengearbeitet, entstanden ist ein unscheinbares Winterquartier für Fledermäuse, welches auch einen Zugang für Amphibien bietet.
Hintergrund ist, dass die Fledermäuse als besonders gefährdete Tierartengruppe im Fokus des Naturschutzes stehen. Sie sind nach dem Bundesnaturschutzrecht streng geschützte Arten und einige sind sogar in die europäische FFH-Richtlinie aufgenommen worden. Diese Tierartengruppe macht die Bedeutung naturschutzverträglicher Forstwirtschaft besonders deutlich. Zwar besetzen die kleinen Säugetiere auch andere Lebensräume, aber der Wald nimmt für die meisten Arten die zentrale Stellung ein.
Baumhöhlen, tiefe Risse und Spalten im Stamm oder dicke Äste sind für fast alle Arten wichtig. Sie dienen als Wochenstube, Sommer-, Paarungs- oder Winterquartier. Verlassene Spechthöhlen, morsche oder abgebrochene Bäume bieten diesen Tieren Lebensraum. Ziel der Forstleute ist es, solche Bäume im Wald zu erhalten und gezielt Artenschutz für Fledermäuse zu betreiben. Typische Waldfledermäuse sind beispielsweise das Braune Langohr, die Bechstein-, oder die Rauhhautfledermaus. Die beiden Abendseglerarten überwintern sogar in Baumhöhlen. Selbst ausgesprochene „Gebäudefledermäuse“ wie das Große Mausohr, die Breitflügelfledermaus oder Zwergfledermaus suchen den Wald auf, denn er ist als Jagdrevier wichtig.


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