

Bremervörde. Wenn starke Knieschmerzen anhalten und konservative Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, kann ein künstliches Kniegelenk infrage kommen. Das Mako-System soll dabei eine möglichst genaue und individuell auf den Patienten abgestimmte Planung und Durchführung der Operation ermöglichen.
Grundlage ist eine Computertomografie des Kniegelenks, aus der ein dreidimensionales Modell erstellt wird. Dabei werden unter anderem Anatomie, Beweglichkeit und Bandverhältnisse berücksichtigt. Während der Operation unterstützt das System den Arzt dabei, die zuvor festgelegte Planung umzusetzen. Selbstständig operiert der Roboter nicht: Die Kontrolle über sämtliche Operationsschritte bleibt beim Operateur.
Eine zentrale Rolle spielt Dr. Jörg Franke, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der OsteMed Klinik Bremervörde sowie Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Elbe Klinikum Stade. „Die roboterassistierte Technik ermöglicht uns eine sehr präzise und individuell auf den einzelnen Patientenzugeschnittene Operationsplanung. Entscheidend bleibt dabei aber immer die Erfahrung des Operateurs“, sagt Franke.
Das Verfahren kommt sowohl beim vollständigen Kniegelenkeinsatz als auch bei bestimmten Teilprothesen zum Einsatz. Nach dem Eingriff beginnt in der Regel bereits am Operationstag oder am folgenden Tag die Mobilisation unter physiotherapeutischer Anleitung.
Zwei Infoabende
Über Knieprothesen und de Möglichkeiten der roboterassistierten Chirurgie informiert Dr. Jörg Franke bei zwei Vorträgen am Mittwoch, 14. Oktober, um 18 Uhr im Ratssaal Bremervörde sowie am Mittwoch, 28. Oktober, um 18 Uhr im Hotel Paulsen in Zeven. Dabei erläutert er unter anderem, für wen eine Knieprothese infrage kommen kann und wie eine roboterassistierte Operation abläuft.

