Mareike Kerouche

NLStBV informiert zur Küstenautobahn - In einigen Ortslagen Verbesserungen beim Lärmschutz

Bremervörde (eb). Gut 100 Interessierte kamen am Mittwochabend in den Ratssaal in Bremervörde, um sich bei einem Vortrag der zuständigen Planungsgruppe der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) über den aktuellen Stand im Planungsverfahren zur Küstenautobahn A 20 am Bauabschnitt 6 zu informieren.
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Rund 100 Besucher verfolgten interessiert den Ausführungen der Planungsgruppe. Foto: NLStBV

Rund 100 Besucher verfolgten interessiert den Ausführungen der Planungsgruppe. Foto: NLStBV

Bremervörde (eb). Gut 100 Interessierte kamen am Mittwochabend in den Ratssaal in Bremervörde, um sich bei einem Vortrag der zuständigen Planungsgruppe der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) über den aktuellen Stand im Planungsverfahren zur Küstenautobahn A 20 am Bauabschnitt 6 zu informieren.

Die Planungsunterlagen zum Bauabschnitt 6 (zwischen der B 495 bei Bremervörde bis zur L114 bei Elm) werden voraussichtlich im Frühjahr 2020 im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens neu ausgelegt.
Mitarbeitende der Planungsgruppe erläuterten den Ablauf des Planfeststellungsverfahrens und erklärten, wer sich daran beteiligen kann. „In den Planfeststellungsunterlagen sind alle Details festgelegt, die im Rahmen des Genehmigungsverfahren geprüft werden müssen“, so Inken Wilke, Teilprojektleiterin unter anderem für den Bauabschnitt 6 der A 20. „Die Planungen sind komplex. Die Unterlagen, die im formellen Beteiligungsverfahren der Genehmigungsbehörde in den Gemeinden ausgelegt werden, umfassen mehrere Ordner. Als Planungsgruppe möchten wir den Bürgerinnen und Bürgern Orientierung geben, damit sie sich in den Unterlagen zurechtfinden und ihre Betroffenheiten darstellen können.“
Zudem haben sich am sechsten Bauabschnitt einige Änderungen ergeben, seit die NLStBV zuletzt im Februar 2019 in Bremervörde informiert hatte: Aufgrund der Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchung werden für die Ortslagen Hönau-Lindorf und Nieder Ochtenhausen sowie für die Einzelbebauung an der B 495 und L 114 zusätzliche aktive Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Einige direkt betroffene Veranstaltungsteilnehmer begrüßten, dass in diesen Bereichen höhere, längere und zusätzliche Lärmschutzwände gebaut werden sollen.
Weitere Änderungen betreffen das Konzept für die Straßenentwässerung. An vier Stellen werden anstelle von Regenrückhaltebecken Retentionsbodenfilter eingebaut, um eine höchstmögliche Wirkung bei der Reinigung des Straßenwassers zu erreichen.
Das Planfeststellungsverfahren ist das Genehmigungsverfahren für den Autobahnbau. Schon 2012 wurde das Planfeststellungsverfahren für den sechsten Bauabschnitt der A 20 begonnen und die Planungsunterlagen wurden öffentlich ausgelegt. Die Ergebnisse des Erörterungstermins 2016 haben zu einer Überarbeitung der Planung geführt. Die neue Auslegung soll Anfang 2020 erfolgen.
Die geplante A 20 in Niedersachsen gehört mit einer Länge von rund 121 km (davon 114 km Neubau-strecke) zu den größten Planungen für den Neubau von Autobahnen in Deutschland. Sie ist Teil des Projektes Küstenautobahn, das außerdem die Bauabschnitte 5a und 5b der A 26 (Drochtersen bis Stade) und den niedersächsischen Teil des geplanten Elbtunnels umfasst.
Die Küstenautobahn ist ein wichtiger Baustein zur Erschließung und Vernetzung des nordwestdeutschen Raumes. Auch für das transeuropäische Verkehrsnetz ist sie von Bedeutung: Sie lässt die Nord- und Ostseeanrainerstaaten näher zusammenrücken und wird eine wichtige Verbindung zwischen Ost- und Westeuropa darstellen. Sie wird die Hinterlandanbindung der deutschen Seehäfen verbessern. Sie soll die heimische Wirtschaft fördern und das nördliche Niedersachsen durch die Einbindung ins europäische Verkehrsnetz für den internationalen Tourismus öffnen.


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