Mareike Kerouche

Landfrauen und ihre Füße - Facharzt gibt Empfehlungen

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Schuhe jeder Art begeisterten Margret Börger und Dr. Kwapisz beim Vortrag „Zeigt her Eure Füße“ in Iselersheim.  Foto: uml

Schuhe jeder Art begeisterten Margret Börger und Dr. Kwapisz beim Vortrag „Zeigt her Eure Füße“ in Iselersheim. Foto: uml

Iselersheim (uml). Bei der letzten Versammlung der Wintersaison wurden die Vorsitzende der Bremervörder Landfrauen, Margret Börger und Gastwirt Ralf Pülsch von einer extrem großen Resonanz überrascht, denn neben einer Abordnung aus Mulsum und der Ehrenvorsitzenden Margret Pape hatten sich über 170 Landfrauen und Gäste im Gasthaus Pülsch eingefunden und konnten trotzdem alle ein leckeres Abendessen vor dem Vortrag genießen.
Bevor es zu dem informativen Teil des Abends ging, berichtete Börger von den gut angenommenen Veranstaltungen der letzten Monate. So soll der Kurs „Fit + Gesund“ mit Ute Wienberg im nächsten Winter wiederholt werden. Freie Plätze gibt es noch beim Tennistraining am 3., 4. und 5. Juni, bei dem laut Silvia Eberlin auch der Tennislehrer ein Hingucker sei. Für die Reise nach Schweden im September gibt es noch Restplätze, Informationen dazu erteilt Andrea Burfeind. Neu ins Programm wurde die Fahrt in die Autostadt Wolfsburg aufgenommen.
Nach dem die organisatorischen Belange erledigt waren, warteten die Landfrauen gespannt auf den Vortrag „Zeigt her Eure Füße“ von Facharzt Dr. Alexander Kwapisz aus Grasberg. Dr. Kwapisz verriet, dass die Fußchirurgie erst seit gut 30 Jahren in Deutschland etabliert ist, denn so, wie er sagte, untersuchten Ärzte nie gerne Füße - sie waren früher ja auch häufig schmutziger und ungepflegter als heute - und die Patienten zeigten auch nicht gerne ihre Füße - aus demselben Grund. Kwapisz erklärte die Entwicklung der Füße, die sich ja aus den Krallen der Affen entwickelt hätten, und zeigte, dass bei Babys im Mutterleib dies noch bis zu einem bestimmten Schwangerschaftsmonat zu erkennen sei.
Der sogenannte Fußballen und der Krallenzeh seien genetisch bedingte Erkrankungen, die weder mit Einlagen oder Spangen noch anderen Schuhen zu behandeln sei. Hier hilft nur eine OP. Diese OP ist laut Kwapisz ein relativ kleiner ambulanter Eingriff, nach der der Patient auch am gleichen Tag schon wieder gehen könnte.
Auch der Hammerzeh sei ein kleinerer Eingriff, bei dem nur das Gelenk rausgenommen und ein Implantat eingesetzt werden würde. Der Fußchirurg verspricht hier eine schmerzfreie Nach-OP-Zeit und schnelle Rekonvaleszenz.
Etwas schwieriger sei die Behandlung vom Fersensporn, denn dieser sei bei 80 Prozent aller Personen vorhanden, aber nur bei wenigen schmerzhaft. In diesem Fall sei eine genaue Lokalisierung wichtig und eine Spezial-Einlage empfohlen.
Mit einer kleinen Fragestunde, persönlichen Empfehlungen von anwesenden Landfrauen endete der Vortrag zum Thema „Füße“ und so manche Zuhörerin wird sich und ihre Füße sicherlich in einem anderen Licht sehen. Mit einem kleinen, kulinarischen Dankeschön bedankte sich die Landfrauenvorsitzende Margret Börger bei Dr. Kwapisz, der kein Honorar für diesen Abend verlangte. Der Vorstand der Landfrauen hat daher entschieden, dieses für die Opfer des Wirbelsturmes in Malawi zu spenden.


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