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Haaßeler demonstieren erneut gegen Deponie

Haaßel/Selsingen. Auf den Tag genau ein Jahr nach dem letztjährigen Treffen versammelten sich zahlreiche, größtenteils jugendliche Einwohner*innen der Ortschaft Haaßel am Dorfmittelpunkt, um ihrer Forderung gegenüber der Politik, den Bau der Abfalldeponie am Naturschutzgebiet des Ortes zu stoppen, neuen Nachdruck zu verleihen.

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Junge und alte Haaßeler*innen machten erneut ihren Unmut über den geplanten Bau einer Bauschuttdeponie deutlich.  Foto: rpg

Junge und alte Haaßeler*innen machten erneut ihren Unmut über den geplanten Bau einer Bauschuttdeponie deutlich. Foto: rpg

Haaßel/Selsingen. Auf den Tag genau ein Jahr nach dem letztjährigen Treffen versammelten sich zahlreiche, größtenteils jugendliche Einwohner*innen der Ortschaft Haaßel am Dorfmittelpunkt, um ihrer Forderung gegenüber der Politik, den Bau der Abfalldeponie am Naturschutzgebiet des Ortes zu stoppen, neuen Nachdruck zu verleihen. Die circa einstündige Diskussionsrunde sollte zeigen, dass man trotz Covid-19 die Probleme der eigenen Region nicht vergessen habe. „Auch nach einem Jahr `mit Abstand´ betrachtet, wollen wir hier den aktuellen Stand besprechen und uns für eine Zukunft ohne Deponie weiter stark machen. Wir sind noch da und bleiben dran“, brachte Ann-Christin Siemens das Anliegen (nicht nur) der Haaßeler Jugendlichen kurz und bündig auf den Punkt. Wähler*innen der Zukunft Die Forderungen im Einzelnen: Die Haaßeler mo¨chten keine Deponie im Naturschutzgebiet; mehr terminierte Infoveranstaltungen; Informationen sollten fu¨r „Normalbu¨rger“ versta¨ndlich u¨bersetzt werden; Informationen sollen weiterhin in einer Gruppe kommuniziert werden; es soll Druck auf den Kreistag ausgeu¨bt werden, denn schließlich sind sie die Wa¨hler*innen der Zukunft. Das regionale Bewusstsein soll gefo¨rdert werden. Der WFB-Kreistagsabgeordnete Reinhard Lindenberg erneuerte sein Versprechen, sich für das Anliegen der Haaßeler Bürger*innen einzusetzen. Um seine Arbeit transparent darzustellen, veröffentlicht er seit circa einem Jahr Informationen aus dem Kreistag in Form von nachrichtenähnlichen Kurzfilmen via YouTube. Vor Ort ließ er noch einmal die Diskussionen des Kreistages bezüglich der Deponie Revue passieren. Walter Lemmermann von der Bürgerinitiative informierte die Haaßeler*innen darüber, dass es derzeit grundsätzlich nichts Neues zur Deponieplanung zu berichten gebe. Man müsse weiter auf die nächsten Schritte der Antragsteller warten. Insbesondere müssten neue Unterlagen zur Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis vorgelegt werden. Deponie - Nein, Mundschutz - Ja! Obendrein demonstrierten die Haaßeler, dass man derzeit ein ernstes Anliegen mit Abstand am besten kommunizieren kann. Fast alle trugen eine Mund-Nasen-Bedeckung - die deutlich mit ihrer Botschaft versehen war. Hintergrund: Der Landrat des Landkreises Rotenburg, Hermann Luttmann, hatte sich kürzlich anlässlich einer Einweihung ohne eine solche Bedeckung mit mehreren Teilnehmer*innen der Veranstaltung dicht an dicht auf ein Foto zwischen zwei Werbeschilder einer Firma des Deponie-Antragstellers gedrängt und damit abermals den Unmut der Haaßeler*innen erweckt. Letztendlich hat diese Aktion mit dazu animiert, erneut zum Wohle der (Haaßeler) Bevölkerung aktiv zu werden.


UNTERNEHMEN DER REGION