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Gesundheitsamt erfährt Unterstützung

Landkreis Rotenburg (eb). Der Landkreis Rotenburg (Wümme) erhält Unterstützung von der Bundeswehr und den Finanzämtern zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Zwölf Soldaten und sechs Mitarbeiter*innen der Finanzämter in Zeven und Rotenburg (Wümme) sind dabei im Einsatz. Sie arbeiten beim Bürgertelefon, der Kontaktnachverfolgung und bei den Testuntersuchungen.
 

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Britta Holzportz arbeitet beim Landkreis und ist zurzeit bei der Kontaktpersonennachverfolgung im Einsatz, Oliver Böttcher kommt vom Rotenburger Finanzamt und unterstützt beim Bürgertelefon. Foto: eb

Britta Holzportz arbeitet beim Landkreis und ist zurzeit bei der Kontaktpersonennachverfolgung im Einsatz, Oliver Böttcher kommt vom Rotenburger Finanzamt und unterstützt beim Bürgertelefon. Foto: eb

Landkreis Rotenburg (eb). Der Landkreis Rotenburg (Wümme) erhält Unterstützung von der Bundeswehr und den Finanzämtern zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Zwölf Soldaten und sechs Mitarbeiter*innen der Finanzämter in Zeven und Rotenburg (Wümme) sind dabei im Einsatz. Sie arbeiten beim Bürgertelefon, der Kontaktnachverfolgung und bei den Testuntersuchungen. Die Belastung im öffentlichen Gesundheitsdienst ist durch die Corona-Pandemie sehr stark gestiegen, das betrifft auch das Gesundheitsamt des Landkreises. Der Landkreis hat auf das erhöhte Fallaufkommen reagiert, interne Abläufe umgestellt, Arbeitszeiten aufgestockt, Mitarbeiter*innen aus allen Ämtern zur Unterstützung des Gesundheitsamtes eingesetzt sowie neues Personal eingestellt. Mit dem exponentiellen Anstieg der Fallzahlen seit August war die Belastungsgrenze der Mitarbeiter*innen aber erreicht und die Kontaktnachverfolgung konnte nicht mehr zeitnah bewältigt werden. Amtshilfeersuchen gestellt Deshalb wurde nach Überschreiten des ersten Inzidenz-Grenzwerts von 35 Ende Oktober ein Amtshilfeersuchen bei der Bundeswehr gestellt, welches schnell bewilligt wurde. Seit Anfang November sind acht Soldaten in der Kontaktnachverfolgung im Einsatz, vier weitere Soldaten unterstützen das Gesundheitsamt bei den durchzuführenden Testuntersuchungen. Die Soldaten sollten zunächst bis Ende November im Einsatz sein. Der Landkreis hat bereits eine Verlängerung der Amtshilfe bis Ende Dezember beantragt. Unterstützung von Mitarbeiter*innen des Finanzamts Weitere Unterstützung erhält der Landkreis von Mitarbeiter*innen der Finanzämter in Zeven und Rotenburg (Wümme), die nach einem entsprechenden Beschluss der Landesregierung sofort ihre Hilfe angeboten haben. Sechs Mitarbeiter*innen, jeweils drei aus den Finanzämtern, haben dann am 9. November ihre Arbeit beim Bürgertelefon des Landkreises aufgenommen. Sie haben die Mitarbeiter*innen des Landkreises abgelöst, die im Rahmen des Katastrophenschutzes für diese Tätigkeit eingeplant sind und das Bürgertelefon seit März fast durchgängig neben ihrer eigentlichen Arbeit betrieben haben. Daneben unterstützen sie bei Anfragen und bei Bußgeldverfahren. Die Amtshilfe hier läuft voraussichtlich bis Ende Januar. Besonderer Belastung ausgesetzt Landrat Hermann Luttmann freut sich über die personelle Verstärkung. „Mein Dank geht an die Bundeswehr und die Finanzämter für diese wichtige Unterstützung. Nur durch die schnelle Ermittlung von Kontaktpersonen und dem sofortigen Testen von Menschen aus Risikogruppen können wir neue Infektionen verhindern, den Anstieg der Neuinfektionen verringern und andere gefährdeten Personen im Umfeld, zum Beispiel in Heimen, schützen.“ Der Landrat betont, dass die Landkreise aufgrund der Pandemie einer besonderen Belastung ausgesetzt sind. „Unsere Mitarbeiter*innen sind seit Monaten im Einsatz, auch an den Wochenenden und bis spät in die Abendstunden. Sie gehen weit über das normalerweise geforderte Maß hinaus und stehen am Rand ihrer Belastungsgrenze. Durch die geringen Fallzahlen in den Sommermonaten haben sich die Menschen im Landkreis sicher gefühlt, sind leichtsinnig geworden und haben teilweise Dutzende Kontakte gehabt, die im Falle eines positiven Befundes abtelefoniert werden müssen.“ Die Unterstützung durch die Bundeswehr und die Finanzämter sei deshalb sehr gerne und dankbar angenommen worden.


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