Ralf G. Poppe

Findorff-Realschule nimmt an Handwerkswettbewerb teil

Bremervörde. Die Klasse 9A der Findorff-Realschule ist die einzige in der Region, die beim Handwerkswettbewerb unter der Schirmherrschaft der Aktion Modernes Handwerk mit 200 teilnehmden Schulen bundesweit dabei ist.

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Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen in der Zeit ihrer Berufsorientierung Möglichkeiten einer Ausbildung im Handwerk aufzuzeigen. Kürzlich wurden die Schulen ausgewählt, die teilnehmen dürfen.
Zum Projektstart am 15. November besuchten Tina Stegitz und Lackierermeister Markus Häring von der Firma Poppe Malereibetrieb und Fahrzeuglackierung GmbH aus Bremervörde sowie Tobias Wilkens vom Peimann Metallbau Basdahl die Klasse 9A der Findorff-Realschule, um das Projekt vorzustellen.
 
Idee und Organisation
 
Um für die Zukunft gut gerüstet zu sein, ist die Firma Poppe stetig auf der Suche nach Möglichkeiten, mit Schüler:innen in Kontakt zu treten, um ihnen das Handwerk näherzubringen. „Oft wissen die Jugendlichen gar nicht mehr, was sie beruflich erwarten und erreichen können“, sagt Tina Stegitz im Auftrag der Mitwirkenden. Sie realisierte eine Idee, die dazu führte, dass die Klasse 9A aus Bremervörde am Handwerkswettbewerb für Schulteams teilnimmt. Zwei Wochen vor dem Ende der Bewerbungsfrist war sie im vergangenen September auf den Wettbewerb aufmerksam geworden. Frei nach dem Motto „Es ist nie zu spät für Handwerk“ erkundigte Stegitz sich, wer Interesse an einer Teilnahme haben könnte. Die Rektorin der Findorff-Realschule, Claudia Mursch, war sofort von der Idee angetan - und hatte Glück.
 
Bänke für den Schulhof
 
Da viele Schulen Arbeiten aus Holz gestalten, kam Stegitz der Gedanke, etwas aus Metall zu realisieren. Deshalb hatte sie den Metallbaubetrieb Peimann mit ins Boot geholt. Im Ergebnis bedeutet das, dass die Klasse 9A nun größtenteils in Fünfer-Teams zwei Bänke entwirft, die den Bremervörder Schulhof vor dem orange-gelben Schulgebäude verschönern sollen. Zunächst folgt jedoch am 30. November noch der Berufsparcours der Realschule. Dabei werden die Mitarbeiter:innen der beteiligten Firmen abermals vor Ort sein und entscheiden, welche zwei Entwürfe der Schüler:innen umgesetzt werden. Die beiden besagten Entwürfe werden dann zeichnerisch detailgetreu dargestellt, damit die Bänke fachlich richtig gefertigt werden können.
Im Zeitraum vom 17.-21. Januar 2022 dürfen die Schüler:innen ihre Entwürfe dann in Peimanns Werkstatt in Basdahl anfertigen und anschließend alle Werkstücke in der Lackiererei Poppe lackieren. Jeder soll alles machen (können), um auch wirklich in den (hier ausgeübten) Beruf hineinschnuppern zu können, um den Arbeitsalltag real zu erfahren. Im sicheren Hafen der Schule könne man das nicht alles so abbilden, ergänzt Stegitz.
Versicherungstechnisch sei die gesamte Aktion abgesichert. Lediglich die Art der Beförderung der Teams müsse noch organisiert werden. Weiterhin müssten alle Arbeitsschritte (in kleinen Videos und/oder Fotos mit Beschreibungen) dokumentiert werden, da bei der Firma Würth eine Dokumentation eingereicht werden müsse. Besagte Firma unterstützt jede teilnehmende Schule mit einem Betrag von 1.000 Euro, damit den Schüler:innen keine Kosten entstehen.
Da dieser Betrag nicht für das gesamte benötigte Material ausreicht, beteiligen sich die Firmen Poppe und Peimann an den Kosten, z.B. für Arbeitssicherheitsschuhe, Arbeitsschutz-
Klassenlehrer Torben Kuhlmann ist von dem Engagement für seine Klasse sehr angetan, da der Handwerkswettbewerb im Fach Wirtschaft ideal zum dortigen Teil der Berufsorientierung passt.
 
Siegerteams fahren nach Künzelsau
 
Das Online-Voting zur Ermittlung der Gewinner-Klassen läuft vom 25. April bis 1. Mai 2022. Eine Projektpräsentation der Top 10 läuft am 16. Mai vor einer Fachjury. Die Bekanntgabe der drei Gewinnerteams, die am 24. Juni 2022 zur Firmenzentrale der Adolf Würth GmbH & Co. KG nach Künzelsau reisen und dort am Würth Open Air-Festival mit Silbermond und Wincent Weiss teilnehmen, findet am 17. Mai 2022 statt.


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