Ute Mahler-Leddin

Fast zwei Jahrzehnte - Vorsitz Heinsohn übergibt an Siems

Hollnseth. Fast zwei Jahrzehnte stand Werner Heinsohn dem Schützenverein Hollen vor. Erst als Vize, dann als Präsident. Kurz vor der Jahreshauptversammlung 2001 wurde Heinsohn vom damaligen Schützenpräsidenten, Cord-Johann Otten, am Weihnachtsmorgen quasi „überfallartig überzeugt“, den Stellvertreterposten zu übernehmen.

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Der neue Vorsitzende des Schützenvereins Heino Siems (r.) hat die Glocke und damit das Startsignal für die Jahreshauptversammlung von seinem Vorgänger Werner Heinsohn übernommen. Foto: uml

Der neue Vorsitzende des Schützenvereins Heino Siems (r.) hat die Glocke und damit das Startsignal für die Jahreshauptversammlung von seinem Vorgänger Werner Heinsohn übernommen. Foto: uml

Viel Zeit zum Überlegen blieb dem Hollener nicht, trotzdem nahm er das Amt an und somit Verantwortung für den Traditionsverein in der Süd-Börde.Nach wenigen Jahren als Vize übernahm der Handwerksmeister dann 2008 den Vorsitz.
In seiner Abschiedsrede auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung ließ Werner Heinsohn die letzten Jahre Revue passieren und wurde anschließend mit stehenden Ovationen und frenetischen Beifall von der Versammlung verabschiedet.
Heinsohn erinnerte an die Sanierung des Schießstandes inklusive Kugelfang, dem Geländekauf und dem Bau des Dörphuus in den Jahren 2002 bis 2005 und die damit verbundene hohe Verschuldung des Vereins.
Zehn Jahre später war der Verein fast schuldenfrei, was auf die gute Zusammenarbeit und den hohen persönlichen Einsatz aller Mitglieder, insbesondere des aktiven Vorstandes, zurückzuführen war. Hierfür bedankte Heinsohn sich ausdrücklich bei allen, die diese zukunftsweisenden Entscheidungen mitgetragen und unterstützt haben.
Seit 2006 konnte der Verein auf eine fundierte Jugendarbeit durch Ute Mahler-Leddin, Hella Meyer und Claudia Springer zurückgreifen und regelmäßiges Training im Sportschießen für alle Altersklassen anbieten. Auch das beliebte Kinderfasching wird seit 2006 mit großem Erfolg angeboten.
Als einen besonderen Höhepunkt in seiner Laufbahn bezeichnete der Vorsitzende das Jubiläumsjahr 2013 anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins. Die etwa einjährige Vorbereitungszeit mit dem Organisationsteam habe ihm viel Spaß gebracht und der gute und harmonische Verlauf des Jubiläumswochenendes hat gezeigt, was eine gute Zusammenarbeit bewirken kann.
Auf seiner letzten Jahreshauptversammlung als Vorsitzender legte Heinsohn die Weichen für die Umstellung auf elektronische Schießanlagen und Sanierung der Schützenhalle inklusive Kugelfang und bekam das einstimmige Votum für diese kostenintensiven Maßnahmen.
Werner Heinsohn blickt optimistisch nach vorne. Auch wenn er nicht mehr aktiv die Geschicke des Vereins mitgestalten kann, so weiß er, dass sein Nachfolger, Heino Siems, in Sinne der Mitglieder diese Verantwortung übernehmen und meistern wird. Heino Siems ist damit der zehnte Vorsitzende des Vereins, den sogar sein Vater, Willi Siems, von 1962 bis 1982 geleitet hat.


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