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Fahrraddemonstration gegen A20/A26

Landkreis (eb). Am ersten Juni-Wochenende finden bundesweit Aktionstage unter dem Motto „Sozial- und klimagerechte Mobilitätswende Jetzt! - Autobahnbau stoppen!“ statt.

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 Auch die Initiativen von „A 20-Nie!“ sind mit mehreren Aktionen und Demonstrationen dabei.
Eine zweitägige Fahrrad-Demonstration wird entlang der geplanten Trasse der A 20 von Drochtersen an der Elbe bis an die Weser, durch den Wesertunnel zur Abschlusskundgebung nach Nordenham führen. Auf halber Strecke, in Hipstedt, wird ein Übernachtungs-Camp für Mitradelnde angeboten. Die Bürgerinitiativen an der Strecke laden ein, ein kurzes oder längeres Stück mitzufahren. Kreative Aktionen an der Strecke sind erwünscht, z. B. mit Protestschildern geschmückte Trecker oder ähnliches.
 
Start am 4. Juni um 10 Uhr bei Drochtersen
 
Die Fahrradtour beginnt am Freitag, 4.6., um 10 Uhr in Gauensiekermoor bei Drochtersen. Um dort aus dem Raum Hipstedt, Bremervörde, Oldendorf hin zu kommen, werden Fahr- und Transportmöglichkeiten angeboten. Hierfür sind Anmeldungen unter Tel. 04768-685 (Hipstedt, Bremervörde) oder Tel. 04144-7137 (Oldendorf, Burweg) erforderlich.
Von Stade her wird eine Gruppe den Zug aus Richtung Hamburg abwarten. Um 9 Uhr setzt sich der Demonstrationszug auf Rädern in Bewegung, durch den von den Autobahnplänen stark betroffenen Stadtteil Schölisch und weiter trassennah entlang der geplanten A 26 nach Drochtersen. Dort schließt sich die Gruppe der Demonstration ab Drochtersen an.
 
Über die betroffenen Dörfer führt die Tour nach Gräpel an der Oste. Unterwegs wird es mehrfach Gelegenheit geben, sich die Auswirkungen der Autobahn vor Ort zeigen zu lassen. In Oldendorf wird die Demonstration gegen 12.45 Uhr, in Estorf an der Schule gegen 13.10 Uhr erwartet, nachdem die von der Autobahn bedrohten Feldhecken im Lögenfeld bei Estorf gezeigt werden. In Gräpel werden die Demonstrant:innen zwischen 13.30 und 14.30 Uhr mit der Prahmfähre übersetzen.
 
An der Oste
 
Weiter geht es durch die nördlichen Dörfer und Naherholungsgebiete von Bremervörde. Zuerst folgt die Demonstration dem Oste-Deich, vorbei an der Stelle, an der eine 276m lange und im Mittel 5,45m über dem Gelände liegende Autobahnbrücke die Oste überqueren würde. In NiederOchtenhausen bei der Gaststätte Quell wird man sich gegen 15,00 Uhr den Demonstrierenden anschließen können. Interessierte Bremervörder können auch circa 15:30 Uhr beim Betonwerk an der Höhne (Ecke Waldstraße/An der Höhne) dazu stoßen. Die von der Demonstration genutzte Straße am Nordrand der Höhne würde unter der Autobahn verschwinden, ein Stück des Waldes von der Autobahn zerschnitten.Eine weitere Etappe sind die Windräder bei Oerel Bahnhof (16.30 Uhr), wo ein Autobahnrastplatz mit Toiletten geplant wird. Am Bahnhof Heinschenwalde werden Anreisende mit dem Zug aus Richtung Bremerhaven oder Buxtehude um 17.10 Uhr mit der Demonstration weiterfahren können. Der erste Tag wird nach ca. 55 Kilometern in Hipstedt enden, wo die Teilnehmenden ein warmes Essen im Übernachtungscamp erwartet. Dort ist für den Zugang ein tagesaktueller Test erforderlich, außer für Genesene und wirksam Geimpfte. Das Mitbringen von Selbsttest ist erwünscht; notfalls gibt es aber auch Selbsttests vor Ort.
 
Tour am 5. Juni startet in Hipstedt
 
Am zweiten Tag, Samstag, 5. Juni, wird um 10 Uhr in Hipstedt gestartet. Die Route führt durch die Malse, einem teilweise unter Naturschutz stehenden feuchten Wald, mit seltenen Pflanzen wie dem Leberblümchen, einer Vielfalt von Fröschen und Fledermäusen und dadurch auch Nahrungs- und Brutort von seltenen Vögeln wie dem Schwarzstorch. Auch von diesem Wald würde ein Teil von der Autobahn durchschnitten. Weiter führt die Demonstrationsstrecke zum Wollingster See mit einem Aufenthalt zwischen 11 und 12 Uhr. Dieser nährstoffarme See ohne Zufluss von Oberflächenwasser wäre durch die veränderte Grundwassersituation und durch den Stickstoffeintrag der Autobahn extrem gefährdet.
 
Darüber wird Heino Runge vom Förderverein Wollingster See berichten. Weiter geht es nach Lohe, wo eine überdimenstionale Raststätte entstehen soll. An den Bahnhöfen von Lunestedt ( 13.30 Uhr) und Loxstedt (14.30 Uhr) werden Demonstrierende aus Bremen eine gute Möglichkeit finden, sich der Fahrradtour anzuschließen. Aktive aus der BI A20-Nie Loxstedt werden über den Verlauf der geplanten A20 rund um Loxstedt am Bahnhof ab 14:15 informieren.
 
In Stotel am“ Kulturzentrum Alte Schule“ besteht ab ca. 15 Uhr eine Möglichkeit sich anzuschließen. Den Höhepunkt bildet die Durchfahrt durch den Wesertunnel. Seit dessen Fertigstellung und damit einhergehend dem Wegfall der Fähre Dedesdorf – Kleinensiel gibt es für Fahrradfahrende und Fußgänger hier keine Möglichkeit mehr, die Weser zu queren. Dedesdorf liegt seither bedeutungslos abseits des Durchgangsverkehres. Das gleiche Schicksal droht an der Elbfähre Wischhafen - Glückstadt, wenn dort in der Nähe ein Autotunnel gebaut würde: Der Wegfall der Fähre, riesige Umwege für Radfahrer:innen, gerade auch an den Fernradwegen, Trennung der Orte für Fußgänger und ein wirtschaftlicher Niedergang für Wischhafen.
 
Abschlusskundgebung in Nordenham
 
Von Kleinensiel aus folgt die Demonstration der Bahntrasse nach Nordenham, wo auf dem Marktplatz die Abschlusskundgebung stattfinden wird. Nähere Informationen zur Fahrrad-Demonstration finden sich unter aktionbrv.wordpress.com. Rückmeldungen für Camp-Interessierte auch unter aktionbrv@gmx.de.
Die Demonstration will erreichen, dass die Planungen und der Weiterbau der A 20/A26 eingestellt und die dann freiwerdenden finanziellen Mittel und Planungskapazitäten für eine sozial- und klimagerechte Mobilitätswende eingesetzt werden.


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