Mareike Kerouche

Energiekonzept für Hesedorf steht - Vorstellung im Logehuus stieß auf geringes Interesse bei Bürgern

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Hesedorf. Im Rahmen der Stadtsanierung erstellte die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) in den letzten zwölf Monaten ein integriertes energetisches Konzept für den Stadtteil Hesedorf. Das Ergebnis wurde kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Interesse der Bürger schien mäßig. Lediglich rund 30 von knapp 1.800 Einwohnern konnte Bürgermeister Florian Lenk im Logehuus begrüßen. Die Umsetzung ist in den nächsten drei bis fünf Jahren geplant.
Die Planer Jonas Fahlbusch, Falco Richter und Matthias Wangelin erläuterten zunächst die Inhalte der Untersuchung, in deren Rahmen 650 Hauptgebäude bewertet wurden. Zu den Themenfeldern zählten die Siedlung und Bebauung, die Mobilität sowie die Sozial- und Wirtschaftsstruktur. Wie ist der heutige Energiebedarf und wie kann die Effizienz der Versorgung verbessert werden? Gibt es Ausbaupotenziale bei regenerativen Energien? Das Fazit stellte sich nicht gerade ermutigend dar, denn Bremervörde ist eine strukturschwache Stadt im ländlichen Raum mit einer schrumpfenden, stark alternden Bevölkerung. Junge Menschen wandern zur Arbeits- und Ausbildungssuche ab. Es besteht ein geringes Wirtschaftswachstum und die Kaufkraft ist unterdurchschnittlich.
Die Experten zeigten jedoch ebenfalls entwicklungsfähige Potenziale für den Stadtteil auf. Sie sahen den Bahnhaltepunkt und das Materialdepot als Standortfaktoren für Arbeitnehmer. Für die künftige wohnbauliche Entwicklung seien ausgewiesene Wohnbauflächen vorhanden. In dem hohen Anteil unsanierter, älterer Gebäude kann im Wärmesektor erheblich eingespart werden. Die öffentlichen Gebäude in der Ortsmitte sollten ebenfalls energetisch saniert werden.
Räume und Gebäude stehen in der Ortsmitte für mehr Geschäfte zur Verfügung. Flächen zur Erweiterung des Gewerbegebietes sind vorhanden. Freiflächen können umgestaltet und das Angebot an Spielplätzen verbessert werden. Die Vereinsstruktur wurde als positiv bezeichnet und sollte genutzt werden.
Die Kindertagesstätte ist ein wichtiger Standort für Familien. So könnte in der ehemaligen Grundschule eine zentrale Begegnungsstätte für die Dorfgemeinschaft beschafft werden. Weitere Impulse könnten das neue Feuerwehrhaus, die Turnhalle und der Sportplatz geben. Besonders wichtig ist es, den „Negativ-Trend“ - Schließung der Grundschule, Abwanderung der Gastronomie - im Ort zu stoppen.
Als weitere Schwerpunkt-Räume nannten die Planer die Neugestaltung des Bahnhofes und ein energieeffizientes Neubaugebiet. Neue Gebäudehüllen und Anlagentechnik, sowie gute Geräte helfen, Energiekosten einzusparen.
Im unmittelbaren Anschluss an die Präsentation tagte der Ortsrat und stimmte dem „Energetischen Quartierskonzept Hesedorf“ zu, mit dem gleichzeitig der Bereich eines städtischen Sanierungsgebietes festgelegt wurde.
Bürgermeister Florian Lenk verkündete, dass für die Europawahl und die an diesem Tag ebenfalls stattfindende Einwohnerbefragung zu Straßenausbaubeiträgen noch Wahlhelfer gesucht werden. Wer Interesse hat, sollte sich bei ihm melden. E-Mail: Lenk.Florian@web.de.



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