Ingrid Mahnken

Ein „Strauss“ voller Melodien - Neujahrskonzert der Jungen Philharmonie Köln begeisterte

Bremervörde. Beschwingt und schwungvoll ins neue Jahr. Wie ginge das leichter als im Walzertakt mit den Melodien des großen Wiener Komponisten Johann Strauss. Die Begeisterung für die Musik des unvergessenen Walzerkönigs lebendig zu halten, waren für die hochbegabten jungen Musiker der Jungen Philharmonie Köln um ihren Dirigenten Volker Hartung auf dem diesjährigen Neujahrskonzert Programm.

Bilder
Ein erster Höhepunkt im Bremervörder Veranstaltungskalender war das Neujahrskonzert mit der Jungen Philharmonie Köln. Über zweieinhalb Stunden boten sie einen Hochgenuss. Foto: im

Ein erster Höhepunkt im Bremervörder Veranstaltungskalender war das Neujahrskonzert mit der Jungen Philharmonie Köln. Über zweieinhalb Stunden boten sie einen Hochgenuss. Foto: im

Bremervörde. Beschwingt und schwungvoll ins neue Jahr. Wie ginge das leichter als im Walzertakt mit den Melodien des großen Wiener Komponisten Johann Strauss. Die Begeisterung für die Musik des unvergessenen Walzerkönigs lebendig zu halten, waren für die hochbegabten jungen Musiker der Jungen Philharmonie Köln um ihren Dirigenten Volker Hartung auf dem diesjährigen Neujahrskonzert Programm.
Die jungen Virtuosen und ihre Solisten ließen darüber hinaus Meisterwerke von Edvard Grieg, Mozart, Beethoven und Tschaikowsky in der bis auf den letzten Platz besetzten St. Liborius Kirche erklingen. „Einen absoluten musikalischen Kunstgenuss klassischer Musik“, versprach Bremervördes stellvertretender Bürgermeister Uwe Matthias in seiner Begrüßung dem erwartungsvollen Publikum.
Und er sollte recht behalten. Bereits zum 26. Mal erlebten die Besucher mit der Jungen Philharmonie Köln einen über zweieinhalbstündigen konzertanten Hochgenuss, der sie immer wieder zu Begeisterungsstürmen und stehenden Ovationen hinriss. Das ganze Konzert war geprägt von einer überschäumenden Spielfreude, außergewöhnlichem Temperament und musikalischem Können auf höchstem künstlerischen Niveau.
Die geschichtsträchtige musikalische Reise alter Meister begann mit einer beschwingten Strauss Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“. Dem schloss sich ein romantischer Walzer des norwegischen Komponisten Edvard Grieg aus der Peer-Gynt Suite „Anitras Tanz“ an. Darauf folgte „Ein musikalischer Spaß“ aus dem „Dorfmusikanten-Sextett“. „Es war die erste Oper, die der erst zwölfjährige Mozart mit Blick auf unfähige Komponistenkollegen, auf arrogante Streicher und auf betrunkene Hornisten seinerzeit komponiert hatte“, konnte Dirigent Volker Hartung, der mit Schalk und Humor durch das Programm der leichten Muse führte, berichten.
Die gewollt schrägen Töne des Stückes sorgten dann auch für reichlich Gelächter seitens des aufmerksamen Publikums. Nach einer Pause ging es mit einem „Frühlingsstimmen-Walzer“ und heimatlichen Klängen einer „Pizzicato Polka“ von Johann Strauss beschwingt weiter.
Mit einer Polonaise Nr. 1 D-Dur für Violine und Orchester erhielt die Solistin Anna Gertsel aus Düsseldorf für ihr sensibles und gleichermaßen packendes Spiel des polnischen Komponisten Henryk Wieniawski einen galanten Handkuss des Maestros und einen Riesenapplaus seitens des Publikums.
Ein großer Fan Mozarts Werken war Peter Tschaikowsky. Seine „Rokoko-Variationen“ für Violoncello und Orchester bescherte dem Solisten Alexander Dimitrow aus Bulgarien einen weiteren frenetischen Applaus. Schlusspunkt setzte dann der Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss.
Danach konnten sich Volker Hartung und die Junge Philharmonie unter dem tosenden Beifall des Publikums feiern lassen. Sie bedankten sich mit einem „Radetzky Marsch“, der „Donner und Blitz“ Polka und dem Versprechen, auch im kommenden Jahr zum Neujahrskonzert in der Ostestadt aufzutreten.
„Es war ein musikalischer Hochgenuss“, so eine Besucherin, die das aussprach, was wohl alle dachten. Veranstalter war die Natur- und Erlebnispark Bremervörde mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde.


UNTERNEHMEN DER REGION