Lars Feldmann

Doppel-Richtfest in Iselersheim

Mit zwei Neubauten und Millionenförderung verwandelt Iselersheim seine ehemalige Grundschule in eine neue Ortsmitte für Sport, Gemeinschaft und die Zukunft des Dorfes.
Zwei Bürgermeister, ein gutes Gefühl: Michael Hannebacher (links) und der Iselersheimer Ortsbürgermeister Matthias Haak blicken zufrieden auf den Rohbau des neuen Dorfgemeinschaftshauses.

Zwei Bürgermeister, ein gutes Gefühl: Michael Hannebacher (links) und der Iselersheimer Ortsbürgermeister Matthias Haak blicken zufrieden auf den Rohbau des neuen Dorfgemeinschaftshauses.

Bild: Lf

Iselersheim. Iselersheim feiert einen besonderen Baufortschritt: Auf dem Gelände der ehemaligen Grundschule, direkt zwischen dem Sportplatz und der einstigen Schule, sind gleich zwei neue Gebäude für das Dorfleben in greifbare Nähe gerückt. Beim Doppel-Richtfest für die neue Turnhalle und das künftige Dorfgemeinschaftshaus trafen sich Bremervördes Bürgermeister Michael Hannebacher, Ortsbürgermeister Matthias Haak, Vertreter der beteiligten Baufirmen, Ratsmitglieder sowie zahlreiche interessierte Menschen aus Iselersheim und der Umgebung, um gemeinsam auf den Baufortschritt anzustoßen.

 

Ein Ortskern im Wandel

Was hier entsteht, ist mehr als nur ein Ersatzbau für zwei in die Jahre gekommene Gebäude. Nach der Schließung der Iselersheimer Grundschule zum Ende des Schuljahres 2015/2016 hatten sich Stadt, Ortsrat und Bürgerschaft gemeinsam auf den Weg gemacht, das Areal an der Iselerstraße neu zu denken. Mit dem Bebauungsplan Nr. 131 „Ortsmitte Iselersheim“ wurde der planungsrechtliche Grundstein gelegt: Auf dem Gelände sollen neben der Turnhalle und dem Dorfgemeinschaftshaus perspektivisch auch eine Kita, ein neues Feuerwehrhaus und eine Schießsportanlage entstehen. Iselersheim, das mit rund 336 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den kleineren Ortschaften Bremervördes zählt, rüstet sich damit für die Zukunft – ein Vorhaben, das insbesondere jungen Familien zugutekommen soll.

 

Fördermillionen als Rückenwind

Dass ein Dorf dieser Größenordnung ein solches Bauvolumen stemmen kann, verdankt sich vor allem einer kräftigen Unterstützung von Land und Bund. Bereits 2022 überreichte das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg der Stadt Bremervörde den Aufnahmebescheid in den Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten. Für den Ersatzneubau der Turnhalle Iselersheim stehen der Stadt seither Fördermittel von bis zu 1.933.000 Euro zur Verfügung – und damit gut die Hälfte der gesamten, für den Regierungsbezirk Lüneburg verfügbaren Fördersumme von rund 3,8 Millionen Euro. Eine bemerkenswerte Zuweisung, die aus den mehr als 20 eingereichten Förderanträgen der damaligen Antragsrunde hervorging und für die hohe Qualität des Bremervörder Projekts spricht. Auch die angestrebte Barrierefreiheit sowie CO2-Einsparungen bei Bau und Betrieb der neuen Halle gaben seinerzeit den Ausschlag.

Beim Richtfest erinnerte Bürgermeister Hannebacher an diese Weichenstellung und betonte, dass der Bau des Dorfgemeinschaftshauses und der neuen Sporthalle ohne die Fördergelder von Land und Bund nicht möglich gewesen wäre. Damit knüpfte er an Worte an, die schon der Iselersheimer Ortsbürgermeister Matthias Haak bei der Übergabe des Förderbescheids gefunden hatte: Ohne die großzügige Unterstützung wäre die Umsetzung für die Stadt Bremervörde nicht zu stemmen gewesen.

 

Zwei Häuser, ein Gewinn für die Region

Besonders freute sich Hannebacher darüber, dass von den neuen Gebäuden nach ihrer Fertigstellung nicht nur Iselersheim selbst profitieren wird. Vereine sowie Sportlerinnen und Sportler aus der gesamten Region sollen künftig in der neuen Halle trainieren und sich im Dorfgemeinschaftshaus treffen können – ein Gewinn, der weit über die Ortsgrenzen hinausreicht und die Ortschaften im Bremervörder Norden weiter zusammenrücken lässt.

Das Projekt ist zugleich Teil des Dorfentwicklungsplans der Sozialen Dorfentwicklung MOHNI, in der sich die Ortschaften Mehedorf, Ostendorf, Hönau-Lindorf, Nieder Ochtenhausen und Iselersheim seit einigen Jahren zusammengeschlossen haben. Das gemeinsame Engagement von Bürgerschaft, Verwaltung und Politik, das den Dorfentwicklungsprozess von Beginn an getragen hat, war maßgeblich für den Erfolg des Förderantrags – und zeigt sich nun ganz konkret im Baufortschritt vor Ort.

 

Ausblick

Mit dem Richtfest ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Rohbauten stehen, der Innenausbau kann beginnen. Wenn die Turnhalle und das Dorfgemeinschaftshaus fertiggestellt sind, dürfte in Iselersheim wieder deutlich mehr los sein – zum Sport, zum Feiern und zum Zusammenkommen.


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