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Ralf G. Poppe

Die Quelle für Fahrlehrer:innen

75 Jahre Fahrschule Quell - Infotag am 12. Januar.

Bremervörde. Die Quell Bildungskonzepte GmbH bildet seit vielen Jahren erfolgreich Fahrschüler:innen in allen Klassen und auch Fahrlehrer:innen für die gesamte Region aus und lädt Interessierte zum Info-Abend am 12. Januar ein.

Betrachtet man die gesamte Betriebsgeschichte bis zur heutigen Quell-Firmengruppe, hat es in den vergangenen zehn bis 15 Jahren die größten Veränderungen gegeben. Mitverantwortlich dafür sind neben Geschäftsführerin Friederike Dammann, Betriebsleiter Marcel Schimkatis und Ausbildungsleiter Johann Blome.

Blome arbeitet seit 29 Jahren im Betrieb. Er ist Experte für das Straßenverkehrsrecht und alles rund um die Berufskraftfahrer Aus- und Weiterbildung. Schimkatis hingegen ist verantwortlich für den Vertrieb, das Personal und die Strukturen im Betrieb.

 

Die 3. Generation: Mehr als nur eine Fahrschule

 

„Neues wagen war schon immer die Devise in unserem Familienbetrieb“, sagt Friederike Dammann. „Meine Eltern haben mir erfolgreich vorgelebt, wie wichtig es ist, ein offenes Ohr für neue Entwicklungen und Erfordernisse zu haben. Sie haben ungemein viel Pionierarbeit geleistet und für sich die Nische gesucht - seinerzeit die Großklassen (LKW und Bus) - die dem Betrieb bis heute zugute kommt“, so Friederike Dammann. Aus der damit verbundenen Zertifizierung wurden so in den Jahren weitere Qualifizierungsmaßnahmen wie z.B. mobile Pflegehelfer, Citylogistiker oder FiFa (Frauen in Fahrt – ein Projekt in der Frauen in Teilzeit zu Busfahrerinnen ausgebildet werden) konzipiert und umgesetzt.

Besonders engagiert war das Unternehmen auch in den Zeiten der Flüchtlingskrise, in der Quell Integrations- und Sprachkurse bis C1 Niveau angeboten hat. „Zeitweilig hatten wir ein achtköpfiges Team, welches täglich bis zu 100 Menschen sprachlich qualifiziert hat“, berichtet Marcel Schimkatis.

Neben den ausbildenden Qualifizierungsmaßnahmen ist in den letzten 10 Jahren der Bereich der Weiterbildung stetig gewachsen. „Wir schulen z.B. in allen Bereichen der Logistik, des Transportes und des Verkehrs, es wurden Seminare zur Baustellensicherung, Schulungen im Bereich der Arbeitssicherheit, der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) sowie Verkehrsleiterseminare und viele weitere mit ins Seminarprogramm übernommen“, so Schimkatis weiter.

Insgesamt arbeitet Geschäftsführerin Friederike Dammann, Enkelin des Firmengründers Johannes Quell, mit ihrem Team in Bremervörde, Stade, Bremerhaven und Rotenburg jeden Tag daran, die Aus- und Weiterbildungen kundenorientiert und praxisnah für die Mobilität ihrer Kunden umzusetzen. Sie leistet dabei auch heute noch Pionierarbeit, nicht nur im Bereich der Verkehrssicherheit, sondern seit 2020 auch im Bereich der Arbeitssicherheit.

 

Generation Zukunft

 

Um dem Fachkräftemangel nicht nur im Kraftfahrersegment, sondern auch im Fahrschulbereich entgegenzuwirken, entschloss sich Friederike Dammann 2019 die Fahrlehrerausbildungsstätte zu gründen. Für den Standort in Bremervörde eine wichtige Entscheidung. Denn viele der heutigen Kunden, die eine Ausbildung zum Fahrlehrer anstreben, kommen aus dem gesamten Elbe-Weser-Dreieck und darüber hinaus. „Sogar Kunden aus Berlin, Schleswig-Holstein oder München durften wir in unseren Fortbildungen begrüßen“, so die Leiterin der Fahrlehrerausbildungsstätte Yuliya Knaus.

Um auf den Fahrlehrer:innen Beruf aufmerksam zu machen, hat sich Friederike Dammann auf die Fahnen geschrieben, das Bild des „alten Fahrlehrers“ aufzubrechen. So sollen auch junge Erwachsene, die den Führerschein machen, Lust auf den Job bekommen. Die wenigsten jungen Leute würden wissen, dass man nach einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung oder dem Abitur bereits die Ausbildung zum Fahrlehrer beginnen könne. Seitdem die Ausbildungsvoraussetzungen 2018 reformiert wurden, wird als Voraussetzung für eine Eignung zum Fahrlehrer (m/w/d) lediglich ein PKW-Führerschein Kl. B/BE als Qualifikation für den Beginn der Ausbildung verlangt, der drei Jahre lang in Vorbesitz gewesen sein muss. Zudem dürften interessierte Personen das Mindestalter von 21 Jahren nicht unterschreiten.

Die Ausbildung zum Fahrlehrer:in dauert ca. ein Jahr. Acht Monate davon sind die Fahrlehreranwärter in der Fahrlehrerausbildungsstätte. In dieser Zeit tauchen sie tief in eine Vielzahl von Themen ein, die von der Straßenverkehrsverordnung über Verkehrsrecht und Technik bis zum Verkehrsverhalten reichen. Doch diese Ausbildung geht weit über das bloße Vermitteln von Fakten hinaus, sie schließt auch eine umfassende pädagogische Qualifizierung ein. „Mehr als die Hälfte der insgesamt 1.192 Unterrichtseinheiten bestünden aus dem Kompetenzbereich verkehrspsychologisches und Pädagogische Professionswissen“, fügt Yuliya Knaus hinzu.

Durch diesen ganzheitlichen Ansatz bereitet das Dozenten-Team nicht nur Fahrlehrer:innen fachlich vor, sondern formt auch leidenschaftliche und engagierte Ausbilder:innen, die ein fundiertes Verständnis für die Verkehrssicherheit und eine effektive pädagogische Herangehensweise mitbringen. Da man für den Beruf des Fahrlehrers keine dreijährige Ausbildungszeit investieren muss, sondern lediglich circa acht Monate Theorie paukt, um anschließend in mindestens vier Monaten die erlernte Theorie in der Praxis anzuwenden, sei der Beruf auch für Seiteneinsteiger:innen eine tolle Chance. Um die dennoch anspruchsvolle Ausbildung zu beenden, müssten am Ende zwei Lehrproben erfolgreich absolviert werden – d.h. eine praktische Fahrstunde sowie ein Theorieunterricht werden geprüft.

Bis heute wurden über 100 neue Fahrlehrer:innen für die Region ausgebildet, die den heutigen Herausforderungen des Berufes gerecht werden. „Die Fahrlehrer von heute ermöglichen den jungen Fahrern und anderen Verkehrsteilnehmern eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr und wirken dafür zusätzlich positiv auf Umweltfaktoren ein. Dabei werden die heutigen Assistenzsysteme in der Anwendung mit unterrichtet, um ein Maximum an Sicherheit zu produzieren“, so Dozent für Recht und Verkehrsverhalten Johann Blom.

 

Tolles Team

 

Last but not least betonen die Familie Dammann und Betriebsleiter Marcel Schimkatis, ihr vielleicht grundlegendstes Erfolgsgeheimnis: „Die Fahrschule sowie die Quell Bildungskonzepte GmbH wären nichts ohne das mittlerweile rund 60 Mitarbeiter:innen starke und sehr engagierte Team“, sagen alle unisono. Denn ohne die gute (Zusammen)-Arbeit aller Angestellten wäre es nicht möglich, all die breit gefächerten Herausforderungen des täglichen Betriebes stets aufs Neue zum Wohle aller zu realisieren.

 

„Alles erfahren!“ beim Info-Abend

 

Wer neugierig geworden ist und das Familienunternehmen näher kennenlernen möchte, darf sich auf Freitag, 12. Januar 2024, freuen. An dem Tag wird es am Huddelberg 8 in Bremervörde unter dem Motto „Alles erfahren!“ ab 18.00 Uhr einen kostenlosen Informationsabend geben. Vor Ort wird man dann u.a. erfahren, welche Schulungsmaßnahmen Quell anbietet, welche Weiterbildungsmaßnahmen zum Seminarprogramm gehören und welche Fördermöglichkeiten es für jeden Einzelnen oder den Betrieb gibt. Interessierte können sich darüber hinaus über Quell informieren und sogar initiativ bei Quell bewerben, denn auch wie in den letzten 75 Jahren will das Unternehmen Quell weiter kräftig wachsen.


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