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Der Grundstein ist gelegt

Bremervörde (eb). Der Neubau von Gymnasium und BBS wird parallel zum Unterricht realisiert und ist das größte Bauprojekt der Geschichte des Kreises.

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Landrat Hermann Luttmann legte am Donnerstag gemeinsam mit den Schulleiter:innen des Gymnasiums und der BBS Bremervörde, Dr. Uwe Strohbach und Bjela Witassek, den symbolischen Grundstein für den Neubau der beiden Schulgebäude. Vor Ort waren auch Schüler:innen und Mitglieder des Kreistags. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte der offizielle Baustart nur im kleineren Rahmen stattfinden. Der Landkreis investiert insgesamt rund 75 Millionen in die Gebäude, die Ausstattung und den Außenbereich.
Der Landrat sprach denn auch von dem größten Bauprojekt in der Historie des Landkreises, als er eine Schatulle mit Informationen zum Bau und dem gegenwärtigen Zeitgeschehen einmauerte. „Glücklicherweise sind wir in der Lage, jetzt in Bremervörde zwei Schulgebäude zu errichten, die hoffentlich für lange Zeit den jeweils aktuellen Anforderungen genügen“, so Luttmann.
 
Neubau parallel zum Unterricht
 
Das besondere bei diesem Neubau sei, dass er parallel zum Unterricht stattfinde. Von Anfang an erfolgten die Planungen in enger Abstimmung mit den Schulen. Mit der Grundsteinlegung beginnt das beauftragte Unternehmen Fa. Goldbeck aus Bielefeld mit den Tiefbauarbeiten für den ersten Bauabschnitt. Bis 2025 folgen vier weitere Bauphasen:
Der Neubau des Gymnasiums (bis Ende 2022), der Rückbau des bestehenden Gymnasiums, der Neubau der BBS (bis Ende 2024), der Rückbau der bestehenden BBS und die Fertigstellung der Außenanlagen im Bereich der ehem. BBS (Anfang 2025).
 
Eine gemeinsame Mitte
 
Ausgehend von der Bestandsbebauung wurde ein Gebäudekonzept entwickelt, welches die Bereiche Gymnasium und BBS in eigenständigen Gebäudeabschnitten verortet und in einer gemeinsamen Mitte zusammenführt. Dabei ist die Erschließung sowohl von Süden als auch von Norden möglich. Eine dreigeschossige Markthalle bildet das Zentrum. Über sie erfolgt die Haupterschließung und Verteilung im Gebäude. Sie ist gleichzeitig Aufenthaltsbereich, Treffpunkt, Raum für Veranstaltungen sowie Marktplatz für Kiosk und Projektverkauf.
Ein flach geneigtes Glasdach überdeckt die Markhalle und verstärkt den offenen Charakter des Zentrums. Das Gebäudeensemble wird durch eine horizontal gegliederte einheitliche Fassadengestaltung in Klinker-Verblendmauerwerk geprägt. Die Fensterbänder erhalten anthrazitfarbige Aluminiumfenster. Die Dachflächen werden als geneigte Dächer mit einer Ziegel-Eindeckung hergestellt. Auf dem Dach wird eine 99,9 kWp PV-Anlage installiert, die einen großen Teil des Eigenstrombedarfs abdeckt.
 
Sporthalle wird saniert
 
Auch die zur BBS gehörende Schule für Pharmazeutisch-technische Assistent:innen und das Medienzentrum ziehen aus der Bahnhofsstraße in die neuen Gebäude. Räume, die für den Unterricht der naturwissenschaftlichen Fächer vorgesehen sind, werden gemeinsam von BBS und Gymnasium genutzt. Neu angelegt werden zudem die Außenanlagen, dort entstehen Sport- und Aufenthaltsflächen sowie zusätzliche Stellplätze für Pkw und Fahrräder. Die bestehende Sporthalle bleibt in ihrer jetzigen Form bestehen, hier werden aber die Unterrichtsräume im Obergeschoss saniert, in denen künftig Musikunterricht stattfinden soll.


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