red

Dauerproblem Vörder See

Die Stadt Bremervörde setzt im Kampf gegen Blaualgen im Vörder See auf jahrelange Untersuchungen und wissenschaftliche Begleitung.

(v. l.) Michael Hannebacher, Thomas Walter, Benjamin Hartmann, Jens Neumann und Frank Quell informierten die Bürger:innen.

(v. l.) Michael Hannebacher, Thomas Walter, Benjamin Hartmann, Jens Neumann und Frank Quell informierten die Bürger:innen.

Bild: Eb

Bremervörde. Kürzlich fand im Ratssaal der Stadt Bremervörde eine Informationsveranstaltung zum Thema Blaualgen am Vörder See statt. Interessierte Bürger:innen nutzten die Gelegenheit, um sich über den aktuellen Stand der Untersuchungen und die geplanten weiteren Schritte zu informieren.

Nach seiner Begrüßung machte Bürgermeister Michael Hannebacher deutlich, welche Bedeutung der Vörder See für die Stadt hat. Der See sei ein wichtiger Standortfaktor und ein touristischer Anziehungspunkt. Aufgrund seiner technischen Funktion als Regenrückhaltebecken werde der See allerdings auch in Zukunft nicht als offizielles Badegewässer freigegeben. Zudem appellierte Hannebacher an die Verantwortung aller Bürger:innen, die Regenwasserschächte konsequent sauber zu halten und keine Abfälle oder Schadstoffe einzubringen, da viele dieser Schächte direkt in den See münden. Anschließend stellte er as Team vor, das sich intensiv mit der Blaualgenproblematik am Vörder See beschäftigt.

Das Projekt wird federführend von Benjamin Hartmann, Umweltingenieur und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bremervörde, betreut. In seinem Vortrag zeigte er anhand zahlreicher Bilder, wie sich Blaualgen im Jahresverlauf entwickeln. Dabei machte er deutlich, dass es sich am Vörder See um eine langfristige Aufgabe handelt. „Dieses Problem wollen wir in den Griff bekommen, aber es wird kein Sprint, sondern ein Marathon.“

 

Arbeitsschritte

Mit der Durchführung des umfassenden Monitorings sowie der Machbarkeitsstudie wurde das Institut Dr. Nowak aus Ottersberg beauftragt. Der Limnologe Thomas Walter stellte den Anwesenden die geplanten Arbeitsschritte und die Untersuchungsmethoden vor. Erste Untersuchungen fanden bereits im Sommer 2021 statt. Das eigentliche Monitoring wird derzeit in drei Arbeitspaketen von Juni 2025 bis Juli 2027 umgesetzt.

Das erste Arbeitspaket umfasst das Monitoring des Sees selbst und die Untersuchung des Einzugsgebiets rund um den Vörder See sowie des Grundwassers. Im zweiten Arbeitspaket folgen Untersuchungen des Sediments, der Schwebfracht und eine bathymetrische Vermessung des Sees.

Das dritte Arbeitspaket beinhaltet die Untersuchung der Tier- und Pflanzenwelt des Sees sowie die Installation und Auswertung einer Klimastation. Diese ist bereits mittig im See installiert und wird regelmäßig ausgewertet.

Die Untersuchungen werden noch bis Ende 2026 fortgeführt. Ab 2027 wird das Institut Dr. Nowak auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse eine Machbarkeitsstudie erarbeiten und einen geeigneten Maßnahmeplan vorlegen.


UNTERNEHMEN DER REGION

E-PaperMarktplatzStellenmarktZusteller werdenLeserreiseMagazineNotdienst BremervördeNotdienst OHZReklamationgewinnspielformular