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Covid-19 ist tödlicher als Grippe

(lst). Studie aus Frankreich: Wer mit Covid-19 im Krankenhaus landet, hat ein dreimal höheres Risiko zu sterben als jemand, der mit einer Influenza - also Grippe - stationär behandelt wird.

Die höhere Sterblichkeit hängt insbesondere mit Faktoren wie Übergewicht oder Fettleibigkeit sowie Vorerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörung (Dyslipidämie) zusammen.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine französische Studie, die Mitte Dezember veröffentlicht wurde. Französische Wissenschaftler*innen hatten dabei die Daten von allen Patient*innen verglichen, die zwischen dem 1. Dezember 2018 und dem 28. Februar 2019 mit einer Influenza in französischen Krankenhäusern lagen und denen, die zwischen dem 1. März und dem 30. April 2020 mit Covid-19 im Krankenhaus lagen.
Insgesamt waren es 89.530 Menschen mit Covid-19, wobei deren Durchschnittsalter bei 68 Jahren lag und 45.819 Grippepatient*innen, deren Durchschnittsalter bei 71 Jahren lag.
Die Covid-19-Patient*innen hatten häufiger einen akuten Atemstillstand als die Grippekranken. Die Grippepatient*innen hatten häufiger Herzinsuffizienz und chronische Atemwegsvorerkrankungen. Insgesamt starben 16,9 Prozent der Covid-19-Betroffenen (15.104 Menschen). Die Sterblichkeit der Grippekranken lag bei 5,8 Prozent (2.640 Menschen).
Die Sterblichkeit von Jugendlichen (11-17 Jahre) mit Covid-19 lag vier Mal höher als bei der Grippe, wobei auch hier Übergewicht und die als Kawasaki-Syndrom bekannte Gefäßkrankheit eine Rolle spielten.
Kinder waren insgesamt weniger betroffen, doch wenn diese im Krankenhaus behandelt werden mussten, war auch dort bei Covid-19 die Sterblichkeit höher (1,1 Prozent) als bei der Grippe (0,1 Prozent).
Die Forscher*innen kommen deshalb zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung von Impfstoffen gegen Covid-19 sowie von Behandlungsmöglichkeiten überaus wichtig ist.


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