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CDU blickt positiv nach vorn

Beim Sommerempfang der CDU warb Bürgermeisterkandidat Dirk Stelling für einen zuversichtlichen Blick auf die Zukunft, verband diesen jedoch mit Kritik an der bisherigen Amtsführung.

Marco Prietz, Kristin Harms, Dirk Stelling, Vanessa Zobel und David McAllister stellten sich nach den Redebeiträgen noch einmal gemeinsam für ein Foto auf.

Marco Prietz, Kristin Harms, Dirk Stelling, Vanessa Zobel und David McAllister stellten sich nach den Redebeiträgen noch einmal gemeinsam für ein Foto auf.

Bild: Rgp

Bremervörde. Beim Sommerempfang der CDU im Germelmann-Café gab es neben maritimer Live-Musik von Gunnar Dücker und einem Frühstück für die rund 60 Gäste aus verschiedenen Bremervörder Institutionen auch politische Sichtweisen von Bürgermeisterkandidat Dirk Stelling und Landratskandidat Marco Prietz.

Eingeladen waren unter anderem Vertreter:innen des DRK, des Kneipp-Vereins, des Kultur- und Heimatkreises, des TSV Bremervörde und von Bündnis 90/Die Grünen sowie weitere Gäste aus der Wirtschaft und politisch Interessierte. Nach dem gemeinsamen Frühstück kündigte die Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Bremervörde, Kristin Harms, Redebeiträge von Dirk Stelling, Marco Prietz und dem Europaabgeordneten David McAllister an.

 

Blickpunkt Bremervörde

„Ich möchte euch ersparen, die zwölf Seiten Wahlprogramm vorzulesen“ begann Stelling. Abgesehen von seinen Gästen aus der Grünen-Fraktion habe er das Gefühl, dass alle anderen sich mit den Punkten in seinem Wahlprogramm wunderbar vertreten fühlten.

Anschließend erklärte der Bürgermeisterkandidat, warum er die Mühen der Kandidatur auf sich nimmt: „Gerade als jemand, der bereit ist zu sagen, ich gebe dafür meinen Beamtenstatus auf Lebenszeit auf, um hier Bürgermeister zu werden“ gebe er – verkürzt – die Antwort, dass er mit den Ergebnissen der derzeitigen Amtsführung nicht zufrieden sei.

Stelling selbst wolle ganz bewusst mit einem positiven Blick auf die nächsten acht, vielleicht sogar 16 Jahre schauen. „Ich möchte diesen zuversichtlichen Blick beibehalten, auch wenn jeder hier weiß, dass die Zeiten, wo wir auf alle möglichen Probleme Geld schmeißen, alles damit lösen, vorbei sind. Zumindest für die nächsten Jahre werden die finanziellen Rahmenbedingungen erstmal nicht deutlich besser werden.“

Stelling lobte private Initiativen in der Stadt, bemängelte jedoch „null Angebote“ bei Gewerbeflächen und kommunalem Bauland. „Wir haben hier mindestens drei stadteigene Flächen, wo man wunderbar barrierefreien Wohnraum in der Innenstadt gestalten kann, seit fünf Jahren brachliegen.“

Mit Blick auf die städtische Finanzlage komme man auch am Thema erneuerbare Energien nicht vorbei. Diesbezüglich „haben wir vor vier Jahren gemeinsam mit der Fraktion der Grünen/FDP einen richtigen Maßnahmenkatalog vorgelegt. Ich glaube, bis heute - korrigiert mich - ist noch nicht ein einziges Photovoltaikmodul im Schulzentrum“ ging die Kritik deutlich in Richtung des derzeitigen Amtsinhabers.

 

Sicherheit in der Stadt

Neben der Stadtentwicklung thematisierte Stelling die organisierte Kriminalität und Kleinkriminalität in der Ostestadt. „Viele Menschen erleben hier ein Versagen der staatlichen Institutionen.“

Ein Bürgermeister werde das Problem allein nicht lösen können. Hier gehe es um das Zusammenspiel von Polizei, Staatsanwaltschaften, verschiedenen betroffenen Behörden und Zeugen. „Ich möchte, dass wir mehr Präsenz in der Stadt zeigen, dass die Menschen sehen, hier ist jemand, der auch hinguckt und sich nicht die Augen zuhält.“

In „bestimmten Fällen“ forderte Stelling, dass die Stadt ihr Vorkaufsrecht ziehe. Probleme in der Stadt sollten stets angesprochen werden. Allerdings dürfe dies nicht populistisch geschehen.

Prietz widmete sich anschließend vor allem Themen des Landkreises, während McAllister Einblicke in die Europapolitik gewährte.


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