Sabine Steinhoff

Büchertausch im alten Glockenturm

Glinstedt. Die Idee für den „Bökerschapp“ entstand im Rahmen des Dorftreffs und wurde von vier Frauen erfolgreich umgesetzt.

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Freuen sich, dass der „Bökerschapp“ so gut ankommt: Christina Brandt (v. li.), Birthe Blanken, Sandra Pape, Sandra Hocke und Ortsbürgermeister Detlef Kück

Freuen sich, dass der „Bökerschapp“ so gut ankommt: Christina Brandt (v. li.), Birthe Blanken, Sandra Pape, Sandra Hocke und Ortsbürgermeister Detlef Kück

Und wie sich im Gespräch mit Sandra Hocke, eine der vier Organisatorinnen des Dorftreffs und des „Bökerschapps“ herausstellte, hat sich in den wenigen Wochen seines Bestehens bereits gezeigt, dass diese Büchertauschbörse ein voller Erfolg ist. Die anfangs noch relativ leeren Regalbretter sind mittlerweile gut gefüllt. Besonders die Kinderbücher seien sehr gefragt. Die Kinder des gegenüberliegenden Kindergartens kämen häufig zum Stöbern in den alten Glockenturm.
 
Großes Angebot an Büchern rund um die Uhr
 
Dort stehen viele verschiedene Bücher, allesamt in einem sehr guten Zustand, zum Ausleihen, Mitnehmen oder Tauschen zur Verfügung. Die Tür des beleuchteten „Bökerschapps“ ist stets geöffnet. Einfach Buch herausnehmen und das eventuell mitgebrachte Tauschbuch in die jeweilige Rubrik: Krimi, Romane, Garten, Reisen, Kochen, Jugend, Kinder, Fantasy, Basteln, Wissen oder Sonstiges einsortieren.
Bücherspenden, die auch aus den umliegenden Dörfern und aus Bremervörde angeboten würden, müsse das Team inzwischen sogar ablehnen, da die Lagerkapazität erschöpft seien, sagt Hocke, die vom Konzept der Tauschbörse überzeugt ist. Der Aufwand sei gar nicht so groß. Lediglich ein Ort und einige Ansprechpartner:innen seien notwendig.
 
Dorftreff für die Glinstedter
 
Die Idee für die Büchertauschbörse entstand im Rahmen des Dorftreffs, der wiederum in der Corona-Zeit ins Leben gerufen wurde, um sich miteinander austauschen zu können. Die vier Organisatorinnen Birthe Blanken, Christina Brandt, Sandra Hocke und Sandra Pape gingen engagiert, kreativ, back- sowie bastelfreudig ans Werk und haben dem 600-Seelenort neues Leben eingehaucht.
Jedes Dorftreffen im Gebäude der Feuerwehr steht unter einem Motto. Hier wird noch Plattdeutsch gesprochen, gemeinsam gebacken, gebastelt, die Ortsvereine kommen vorbei und stellen sich vor, aber auch Informationsveranstaltungen von Jägerschaft und Landwirt:innen finden hier statt. Zudem wurden während des Lockdowns viele kleine Aktivitäten im Dorf organsiert, damit insbesonder die älteren Einwohner:innen in Bewegung blieben. Und aus der Aktion „Pflanzentausch“ entwickelte sich dann die Idee des „Bökerschapps“, so Sandra Pape.
Dass der Dorftreff in Glinstedt eine Erfolgsgeschichte ist, zeigt das große Interesse. Mindestens fünfzig Dorfbewohner:innen aller Altersstufen kommen jedes Mal zusammen.
Ortsbürgermeister Detlef Kück, der ebenfalls bei den Dorftreffs vorbeischaut, ist ganz begeistert von den vier Frauen. „Was sie hier für Glinstedt auf die Beine stellen, ist wirklich toll. Auf dem Dorftreff kommen wenige Wochen alte Säuglinge, neue Einwohner:innen und unsere älteste über 90-jährige Einwohnerin zusammen.“ Das Feedback sei durchweg positiv und viele Dorfbewohner:innen freuen sich auf diesen einen Tag im Monat.


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