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Daria Celine Leddin

Acht Neulinge erhielten Taufe - Fröhlich Faslom in Hollen

Hollnseth. Eine alte Tradition lebt weiter. Bereits zum 67. Mal trafen sich die Faslomgänger in Hollen, um das Brauchtum fortzuführen. Dabei ist die Herleitung des Namens „Faslompietschen“ nicht eindeutig. „Pietschen“ ist plattdeutsch und bedeutet so viel wie, sich Getränke „einpeitschen“, woher der Begriff „Faslom“ stammt, ist hingegen unklar.
Bereits seit 67 Jahren begeistert der Faslombrauch Jung und Alt aus nah und fern. Foto: dcl

Bereits seit 67 Jahren begeistert der Faslombrauch Jung und Alt aus nah und fern. Foto: dcl

Hollnseth. Eine alte Tradition lebt weiter. Bereits zum 67. Mal trafen sich die Faslomgänger in Hollen, um das Brauchtum fortzuführen. Dabei ist die Herleitung des Namens „Faslompietschen“ nicht eindeutig. „Pietschen“ ist plattdeutsch und bedeutet so viel wie, sich Getränke „einpeitschen“, woher der Begriff „Faslom“ stammt, ist hingegen unklar.

Vollkommen klar ist allerdings, dass die inzwischen eher seltenere Tradition des „Faslompietschens“ dabei eigentlich nur ein paar simplen Regeln folgt, an die sich jeder Teilnehmer halten muss.
Nach der offiziellen Begrüßung durch den Faslompräsidenten Henry Springer ging es etwa zur Hälfte der absolvierenden Häuser, zur Taufe. In diesem Jahr wurden acht Neulinge getauft, die traditionell bei Mahlandt in der Schmiede stattfand. Gastgeber Wilfried Mahlandt ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, die Ambosspolka rauszuholen und damit für die musikalische Unterhaltung zu sorgen.
Zu den Neulingen gehören alle Auswärtigen, die zum ersten Mal mitgehen. Zu einer gelungenen Taufe gehört natürlich das Taufwasser, in diesem Fall Korn, mit dem sich die Täuflinge ihren Segen abholen. Als Faslommarsch wurde in diesem Jahr der Stimmungsgarant „Cordula Grün“ auserkoren.
Nachdem die Täuflinge dann ihre nächsten drei Korn-Kurzen trinken durften, ging es für die insgesamt über 100 Männer ab 18 Jahren auf den Weg zum nächsten Haus. In jedem teilnehmenden Haus sorgten die Frauen für die Bewirtung, kochten Essen, Kaffee und schenkten jede Menge Schnaps aus. In diesem Jahr führte der Weg die Feierwütigen über den Mühlenweg, die Schulstraße und schließlich durch die Ortsstraße zum Ziel, der Hollener Mühle.
Für die stimmungsvolle musikalische Begleitung des Faslomumzuges sorgte wie auch in den letzten Jahren die Kapelle Popp. Am Abend fand auf der Hollener Mühle wieder der abschließende Faslomball mit allerlei Freigetränken statt, zu dem auch die Partnerinnen der Faslomgänger herzlich eingeladen waren.


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