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75 Jahre Tradition und Gemeinschaft

Der Schützenverein Oerel blickt auf 75 bewegte Jahre zurück. Das Jubiläum soll am kommenden Wochenende mit einem großen Fest und Jubiläumsumzug gefeiert werden.

Oerel.

Vom Aufruf zum ersten Schützenfest

Sechs Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war es Wilhelm Böckmann, der am 1. Juli 1951 den entscheidenden Impuls gab: Mit Laufzetteln rief er die männlichen Einwohner des Dorfes zusammen. 35 Männer folgten dem Aufruf und gründeten daraufhin den Schützenverein Oerel und Umgegend, dem Wilhelm Böckmann als erster Präsident Vorstand. Bereits am 26. August fand das erste Schützenfest mit einer provisorischen Schießanlage auf zehn Ständen in zwölf Metern Entfernung statt. Die teilweise geliehenen Luftgewehre waren jedoch noch nicht besonders treffsicher, denn mehr als 41 von 60 Ringen wurden selten erreicht.

Ein Jahr später krempelte der nun 109-mitgliedsstarke Verein die Ärmel hoch und baute einen festen Schießstand mit acht 50-Meter- und vier 100-Meterständen. Als wichtiger Schritt für die Zukunft des Vereins wurde eine Jugendabteilung ins Leben gerufen.

In den Folgejahren gewann das Schützenwesen in Oerel immer mehr an Bedeutung. Durch die Initiative von Fritz Finke traten im Jahr 1965 gleich 23 Frauen zusammen und bereicherten den Verein mit der Gründung der Damenabteilung.

 

Eine Halle für das Vereinsleben

Als bauliches Großprojekt hat sich der Schützenverein 1968 mit viel Eigenleistung und zahlreichen Baumaterialien aus dem abgerissenen örtlichen Küsterhaus eine massive Schützen- und Mehrzweckhalle geschaffen. Fortan konnten nun viele zünftige Schützenfeste am Ackerberg stattfinden, die eine immer weiter ansteigende Mitgliederzahl und einen größeren Besuch der Dorfbevölkerung mit sich brachten.

Im Jahr 1977 ereignete sich die „schwärzeste Stunde“ des Vereinslebens: Durch einen defekten Ölofen brannte die Schützen- und Mehrzweckhalle bis auf die Grundmauern nieder. Lediglich die Schieß- und Sanitäranlagen konnten gerettet werden. Dank des enormen Einsatzes der Mitglieder begann schnell der Wiederaufbau und ein Jahr später entstand mit viel Eigenleistung die neue modernisierte Halle.

Im Jahr 1981 bekam die Schützenfamilie mit der Gründung der Jungschützinnenabteilung weiteren Zuwachs und steigerte die Mitgliederzahl bis 1992 auf über 390 Schützenschwestern und Schützenbrüder. Dem 2001 groß gefeierten 50-jährigen Vereinsbestehen folgte fünf Jahre darauf mit der Erstellung des neuen Luftgewehrstandes ein weiteres bauliches Großprojekt. Den letzten Modernisierungsschliff erfuhr der Schießstand während der Pandemiezeit, als die 40 Jahre alte KK-Zuganlage durch eine elektronische Anlage ersetzt werden konnte.

 

Erfolgreich über die Ortsgrenzen hinaus

Vereinspräsident Ingo Recihard dankt allen Mitgliedern und Unterstützern, die den Schützenverein Oerel in den 75 Jahren mit viel Engagement, Ideenreichtum und Zusammenhalt bereichert und stets jung gehalten haben. Auch die Schießergebnisse der Sportschützen und insbesondere der Kinder und Jugendlichen können sich sehen lassen. Sie vertreten den Verein mit ihren erfolgreichen Leistungen weit über die Ortsgrenzen hinaus.

 

Party und Jubiläumsumzug

Am kommenden Wochenende soll das 75-jährige Vereinsjubiläum gefeiert werden. Dazu würde sich der Vorstand über viele Gäste aus der Oereler Ortschaft und Umzu freuen. Unter dem Motto „Just4YOu“ kann mit der stimmungsvollen Musik der gleichnamigen Band am Freitag, 31. Juli, ab 20 Uhr im Festzelt beim Schützenplatz am Ackerberg ordentlich das Tanzbein geschwungen werden. Mitbürger aus der Allgemeinheit sind dabei ebenso herzlich willkommen, wie die Freunde des Schützenwesens. Vereinspräsident Ingo Reichard betont: „Es soll eine Party für Jedermann sein.“

Am Sonntag, 2. August, folgt der große Jubiläumsumzug mit eingeladenen Gastvereinen. Nach dem Sammeln der Vereine um 11.15 Uhr im Mühlenbruchsweg nimmt der Zug ab 12 Uhr, angeführt vom Spielmannszug Hönau-Lindorf und dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Oerel, folgenden Weg: Sünderbeeksweg – Logedamm – Grüner Weg – Kastanienweg – Im Saal – Sielstraße – Bohlenstraße – Dorfstraße – Am Ackerberg – Festplatz.

Nach dem Eintreffen gegen 13.30 Uhr beginnt um 14 Uhr der Jubiläumskommers. Ein großes Kaffee- und Kuchenbuffet sowie Getränke- und Imbissbuden sorgen für den kulinarischen Genuss. Zudem wird es eine Hüpfburg für Kinder geben. Die musikalische Unterhaltung erfolgt durch die Blaskapelle „Die Ostetaler“.


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