3.426 Anschlüsse geplant
Beverstedt/Hagen. In Gackau, direkt an der Grenze zwischen Beverstedt und Hagen im Bremischen, fiel mit einem symbolischen Spatenstich der offizielle Startschuss für den geförderten Glasfaserausbau in beiden Kommunen. Was auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Baustart wirkt, ist in Wirklichkeit ein Gemeinschaftsprojekt mit enormer Bedeutung für die Region. Denn mit dem Ausbau werden insgesamt 3.426 bislang unterversorgte Adressen an das Glasfasernetz angeschlossen – davon 1.205 in der Gemeinde Beverstedt und rund 2.221 in der Gemeinde Hagen im Bremischen.
Ziel ist eine nahezu flächendeckende Versorgung mit leistungsstarkem Internet und damit eine wichtige Grundlage für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums. Gemeinsam mit den Bürgermeistern Andreas Wittenberg und Guido Dieckmann nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Landes Niedersachsen, des Landkreises Cuxhaven, der MUENET GmbH & Co. KG, der aconium GmbH, des Breitbandzentrums Niedersachsen-Bremen und die bauausführende Firma Sidar an dem Termin teil.
Ein Gemeinschaftsprojekt
Dass der Ausbau nun beginnen kann, ist das Ergebnis jahrelanger Zusammenarbeit. Der Bund übernimmt 60 Prozent der Projektkosten, weitere 25 Prozent trägt das Land Niedersachsen. Die verbleibenden Anteile finanzieren die Kommunen gemeinsam mit dem Landkreis Cuxhaven.
Eine zentrale Rolle spielt dabei der Breitbandkoordinator des Landkreises Cuxhaven, Ralf Bruns. Sowohl aus Beverstedt als auch aus Hagen im Bremischen wurde seine langjährige Arbeit für den Glasfaserausbau im Landkreis hervorgehoben.
Andreas Wittenberg, Bürgermeister der Gemeinde Hagen im Bremischen, sagte: „Mit dem Ausbau schaffen wir die Voraussetzungen für eine nahezu flächendeckende Glasfaserversorgung und stärken die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinden nachhaltig. Dass wir dieses Ziel gemeinsam erreichen, ist ein großer Erfolg für die gesamte Region.“
Digitale Infrastruktur
Für Beverstedts Bürgermeister Guido Dieckmann markiert der Baustart einen wichtigen Meilenstein: „Mit dem heutigen Spatenstich geht ein lang ersehnter Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger in Erfüllung, die bisher noch keinen Glasfaseranschluss hatten. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist längst keine Zukunftsvision mehr, sondern gehört zur Grundversorgung – genauso selbstverständlich wie Strom und Wasser. Die vergangenen Jahre hätten deutlich gezeigt, wie wichtig eine zuverlässige Internetversorgung geworden sei – sei es für Homeoffice, digitales Lernen, Unternehmen oder den Alltag der Menschen.
Auch Dr. Dominik Mayer vom Niedersächsischen Ministerium für wirtschaft, Verkehr und Bauen unterstrich die Bedeutung des Projekts: „Der Glasfaserausbau ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Er schafft gleichwertige Lebensverhältnisse, stärkt den Wirtschaftsstandort und sorgt dafür, dass die Menschen unabhängig von ihrem Wohnort digital angebunden bleiben.“
Fördermittel als Baustein
Benjamin Kuss von der aconium GmbH, die als Projektträger des Bundes die Umsetzung begleitet, hob die gute Zusammenarbeit ebenfalls hervor: „Dieses Projekt zeigt, wie erfolgreich der Glasfaserausbau gelingen kann, wenn Kommunen, Landkreis, Bund, Land und Unternehmen eng zusammenarbeiten. Die gesicherten Fördermittel schaffen die Grundlage dafür, dass leistungsfähige Infrastruktur auch im ländlichen Raum Realität wird.“ Er betonte zudem, dass die Region bereits heute eine Vorreiterrolle einnehme. Die enge Abstimmung zwischen allen Projektpartnern sei ein wichtiger Faktor, um den Ausbau effizient umzusetzen und die Menschen langfristig digital aufzustellen.
Mit dem offizielle Baustart beginnt nun die umfangreiche Bauphase. Insgesamt werden mehrere hundert Kilometer Leitungsnetz verlegt. Ziel ist es, den Ausbau gemeinsam mit allen beteiligten zügig, transparent und möglichst schonend umzusetzen. Die Verantwortlichen sind optimistisch, das Projekt deutlich vor dem bundesweiten Zieljahr 2030 abschließen zu können.
Hausanschlüsse sichern
Zum Abschluss richteten die Projektpartner einen klaren Appell an die Bürgerinnen und Bürger. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, einen Hausanschluss zu beantragen. Wer die Gelegenheit jetzt nutzt, erspart sich später hohe Kosten und stellt die Weichen für die digitale Zukunft“, sagt Ralf Bruns. Der Hausanschluss kann aktuell noch kostenlos beauftragt werden. Die Projektbeteiligten empfehlen daher allen Eigentümerinnen und Eigentümern, diese Möglichkeit zu nutzen – auch dann, wenn der Anschluss zunächst nur vorsorglich eingerichtet wird.

Offene Ateliers

Erinnerungen an früher

Zehn Minuten Rampenlicht




Zurück
Nach oben









