Janine Girth

Das grüne Wundergemüse - Grünkohl: Viele Vorzüge, viele Möglichkeiten

(gesundheit.de). Grünkohl ist eine der nährstoffreichsten, gesündesten und vielseitig verwendbarsten Gemüsesorten. Grünkohl gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und ist eine Zuchtform des Kohls. Egal ob mit Fleisch, in vegetarischen Gerichten oder roh - das Gemüse erfreut sich großer Beliebtheit. Arm an Kalorien, aber reich an gesunden Inhaltsstoffen gilt Grünkohl sogar als sogenanntes Superfood.

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Grünkohl ist von Ende September bis Anfang März erhältlich. Der Geschmack von Grünkohl ist angenehm würzig und süßlich-herb. Foto: Fotolia/Archiv

Grünkohl ist von Ende September bis Anfang März erhältlich. Der Geschmack von Grünkohl ist angenehm würzig und süßlich-herb. Foto: Fotolia/Archiv

Schonende Zubereitung erhält gesunde Inhaltsstoffe
Gewöhnlich wird Grünkohl mit Mettwurst, Speck, Pinkel oder sehr fetthaltigem Fleisch in der Pfanne zubereitet. Viel mehr seiner wertvollen Inhaltsstoffe spendet er aber bei eher schonender Zubereitung: nur leicht gedünstet, als Salat oder frische Zutat im Smoothie. Auf diese Art bleibt die beinahe einzigartige Kombination an Vital- und Nährstoffen des Grünkohls am besten erhalten. Aufgrund seines Proteinreichtums und des Eisengehalts gilt er unter Ernährungsfachleuten als vortreffliche Alternative zu Fleisch. Nicht zuletzt macht auch sein hoher Chlorophyll-Gehalt den Grünkohl zu einem unverzichtbaren Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.
 
Grünkohl hemmt Entzündungen und schützt die Gefäße
Viele Vorzüge zeichnen das Kohlgemüse auch aus gesundheitlicher Sicht aus. Zum Beispiel kommen im Grünkohl vergleichsweise viele Omega-3-Fettsäuren vor, die entzündungshemmend wirken. Ein Teller voll deckt rund 30 Prozent des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an diesen Fettsäuren. Ein ähnliche vorbeugende Wirkung gegen entzündliche Prozesse im Körper hat Vitamin K. Schon in 100 Gramm Grünkohl ist der dreifache Tagesbedarf dieses seltenen Vitamins enthalten. Vitamin K schützt nachgewiesenermaßen die menschlichen Gefäße vor Ablagerungen, die langfristig zu Arterienverkalkung führen können.
 
Gut für die Verdauung und den Cholesterinspiegel
Frischer Grünkohl bringt zudem die Verdauung auf Vordermann, und zwar schonender als andere Kohlarten. Die Blätter, roh und gewaschen genossen, senken den Cholesterinspiegel und die Fettwerte im Blut. Dem Herz-Kreislauf-System tut beides sehr gut. Arm an Kalorien ist das frisch verzehrte Gemüse mit nur 49 Kilokalorien pro 100 Gramm ebenso.
 
Tipps zum Kauf von Grünkohl
Grünkohl, der übrigens auch unter den Namen Krauskohl, Strunkkohl, Hochkohl, Winterkohl, Braunkohl und in Ostfriesland sogar als „Friesische Palme“ bekannt ist, ist ein klassisches Wintergemüse. Man kann ihn vom Herbst bis in den März hinein kaufen, allerdings schmeckt Grünkohl nach dem ersten Frost am besten, denn durch die Kälte erhöht sich der Zuckergehalt in den Blättern. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Blätter des Grünkohls knackig und frisch aussehen und keine gelb-braunen Ränder aufweisen.
 
Einfrieren ermöglicht lange Haltbarkeit
Einmal zubereiteter Grünkohl sollte nicht über längere Zeit aufgehoben und möglichst auch nicht wieder aufgewärmt werden. Gut verschlossen kann er ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt, sollte dann aber vollständig aufgebraucht werden. Frischer Grünkohl hält sich im Kühlschrank vier bis fünf Tage. Die Lagerung von Grünkohl gelingt am besten, wenn die Blätter kurz blanchiert und eingefroren werden. Nach dem Auftauen sollte man sie sofort verarbeiten.
 
Grünkohl - auch roh ein Genuss
Auch wenn die meisten Menschen Grünkohl lieber kochen, lässt sich das Gemüse auch hervorragend roh essen: Die rohen Blätter bieten sehr viele Variationsmöglichkeiten und bringen die vielseitigen, der Gesundheit dienlichen Vorzüge des Grünkohls bestens zur Geltung.


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