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Gut für Lilienthal: Wegweisende Versammlung des WIR

Der Wirtschaftsinteressenring Lilienthal hat mit Finanzen zu kämpfen. Abhilfe könnte die angestrebte Fusion mit der Genossenschaft Lili Live leisten.

John Hansen, Michael Timm, Sükrü Özdemir, Udo Reineke, Martina Dammann, Jürgen Langenbruch und Geschäftsstellenleiterin Anja Dähncke (v. i.).

John Hansen, Michael Timm, Sükrü Özdemir, Udo Reineke, Martina Dammann, Jürgen Langenbruch und Geschäftsstellenleiterin Anja Dähncke (v. i.).

Bild: Akl

Lilienthal. Der Wirtschaftsinteressenring (WIR) in der Gemeinde Lilienthal besteht seit 40 Jahren. In der heutigen Form wird es vielleicht das letzte Jahr für die Vereinigung sein. Denn auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung hat der Vorstand des WIR grünes Licht von den anwesenden Mitgliedern bekommen, weitere Gespräche für eine Fusion mit der Genossenschaft LiLi Live zu führen. Es gab bereits im Vorfeld mehrere Treffen der Vorstandsmitglieder Sükrü Özdemir, Udo Reineke und Michael Timm mit Vertretern von LiLi Live, um die Chancen für einen Zusammenschluss auszuloten. Auf der Mitgliederversammlung am 17. Juni wird die Genossenschaft das Thema diskutieren.

 

Gut für Lilienthal

Ein Zusammenschluss der beiden Verbände könnte dem Standort Lilienthal positive Impulse geben. Gemeinsam könnten die Partner mehr erreichen als zwei einzelne konkurrierende Interessenvereinigungen. Thorben Prenntzell (Vorstand Sparkasse Rotenburg Osterholz) und Michael Kersting (Vorstand der Volksbank Osterholz-Bremervörde) waren als Gäste der Hauptversammlung eingeladen und plädierten klar für die Fusion. „Ich kann nur appellieren, die Kräfte zu bündeln. Es geht um unser Lilienthal. Es ist besser, mit einer Stimme zu sprechen und lieber einen starken Ansprechpartner zu haben als einzelne kleinere. Da kommt mehr Power auf die Straße“, so Prenntzell.

Für den Wirtschaftsinteressenring ist der Zusammenschluss auch eine Überlebensfrage. Denn die jährlichen Fixkosten des WIR übersteigen bereits im zweiten Jahr die Einnahmen und zehren an den Rücklagen. „Wenn wir weitermachen wie bisher, gehen Ende des Jahres die Lampen aus“, sagte Michael Timm nach dem Bericht der Schatzmeisterin. WIR und LiLi Live sind ohnehin auf die Fördergelder einiger Sponsoren angewiesen. Volksbank und Sparkasse wollen ihre Kapazitäten bündeln und halten es für dringend erforderlich, in Lilienthal nur noch einen Ansprechpartner zu haben.

 

Turnusgemäße Wahlen

Eher nebenbei standen auf der Agenda der Jahreshauptversammlung des WIR noch diverse Wahlen an. Michael Timm wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, nachdem Burkhard Oetjen zuletzt von diesem Amt zurückgetreten war. Als Schatzmeisterin bestätigt haben die Mitglieder Martina Dammann. Einstimmig wurden auch die neuen Beisitzer Jürgen Langenbruch und John Hansen in den Vorstand gewählt. Die Kasse werden zukünftig Jens Gerschau und Michael Frerks einer eingehenden Prüfung unterziehen. Mit einer Gegenstimme und vier Enthaltungen beschloss die Versammlung zuletzt eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zum 1. Januar 2025.


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