

Osterholz-Scharmbeck/Beverstedt. Die Volksbank im Elbe-Weser-Dreieck eG und die Volksbank eG Osterholz Bremervörde haben Fusionsgespräche aufgenommen. Vorstände und Aufsichtsräte beider Institute wollen prüfen, ob die beiden Genossenschaftsbanken zu einer gemeinsamen Bank verschmolzen werden können.
Bei einem positiven Verlauf sollen die Vertreterversammlungen beider Banken im Sommer 2027 über den Zusammenschluss entscheiden. Die rechtliche Verschmelzung ist rückwirkend zum 1. Januar 2027 vorgesehen, die technische Zusammenführung soll im vierten Quartal 2027 erfolgen.
Als Gründe für die Gespräche nennen die Banken unter anderem steigende regulatorische Anforderungen, hohe Investitionen in Digitalisierung und neue Technologien sowie veränderte Kundenbedürfnisse. „Als genossenschaftliche Regionalbanken tragen wir Verantwortung für unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden, Mitarbeitenden und unsere Region“, erklären die Vorstände beider Häuser. Mit der geplanten Verschmelzung wolle man die Voraussetzungen schaffen, „um unsere Stärken langfristig zu sichern und unsere Zukunft aktiv zu gestalten.“
Rund 150.000 Kunden
Sollte die Fusion zustande kommen, entstünde eine Genossenschaftsbank mit rund 700 Mitarbeitenden, 56.000 Mitgliedern und 150.000 Kunden. Die Bilanzsumme läge nach aktuellem Planungsstand bei rund 4,2 Milliarden Euro, das Kundenvolumen bei mehr als neun Milliarden Euro. Vorgesehen sind 28 Standorte. Hauptstandorte wären Beverstedt, Bremervörde, Gnarrenburg, Osterholz-Scharmbeck und Zeven. Rechtlicher Sitz der neuen Bank soll Osterholz-Scharmbeck werden.
Auch die Aufsichtsräte sehen gute Voraussetzungen für einen Zusammenschluss. „Vergleichbare Geschäftsmodelle, gemeinsame genossenschaftliche Werte und eine starke regionale Verwurzelung bilden die Grundlage des Vorhabens“, erklären die Aufsichtsratsvorsitzenden Stephan Schulze-Aissen und Bastian Grimm sowie ihre Stellvertreter Ulf Tabel und Heinz Korte. Zudem ergänzten sich die Geschäftsgebiete beider Institute in besonderem Maße.
Persönliche Beratung, regionale Entscheidungswege und die Nähe zu den Menschen vor Ort sollen nach Angaben der Banken auch nach einer Fusion erhalten bleiben. Gleichzeitig versprechen sich die Institute von der größeren Organisation zusätzliche Möglichkeiten für Investitionen in digitale Angebote und moderne Bankdienstleistungen.
Die geplante Verschmelzung erfolge ausdrücklich nicht aus wirtschaftlicher Notwendigkeit, sondern „aus einer Position der Stärke“. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit beider Häuser langfristig zu sichern und die Entwicklung der Genossenschaftsbank in der Region gemeinsam fortzusetzen.



