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Wissen, wo der Schuh drückt - Gemeinde und IRB luden in Ritterhude zum Neujahrsempfang

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363 Gäste waren zum diesjährigen Ritterhuder Neujahrsempfang erschienen. Genau so viele Hände galt es von Simone Schröter und Susanne Geils (von links) zu schütteln.  Foto: sr

363 Gäste waren zum diesjährigen Ritterhuder Neujahrsempfang erschienen. Genau so viele Hände galt es von Simone Schröter und Susanne Geils (von links) zu schütteln. Foto: sr

Ritterhude (sr). Wissen wo der Schuh drückt, das möchte die Interessengemeinschaft Ritterhuder Betriebe (IRB) von seinen Mitgliedern. Bei der neuen 1. Vorsitzenden Simone Schröter wird der Schuh garantiert nicht drücken. Sie ist in die großen Fußstapfen des vorherigen 1. Vorsitzenden Axel Schäfer getreten. 13 Jahre hatte der dem Gewerbeverein vorgestanden und hatte im vergangenen Jahr nicht wieder kandidiert.
„Ja, es sind große Fußstapfen“, gibt Schröter zu. „48, oder Axel?“, fragt sie ihren Vorgänger, der zum ersten Mal dem Empfang als Gast beiwohnte. „52!“, antworte er aus dem Hintergrund. Da staunte nicht nur Schröter. „Aber auch mit Schuhgröße 37 traue ich mir dieses Amt durchaus zu.“ Als Ritterhuder Deern, in der Hammegemeinde geboren und aufgewachsen liege ihr die Ortschaft sehr am Herzen. „Egal welche Größe der Ort habe, das aktive Wachstum ist wichtig für die Gemeinde. Es brauche gesunde Betriebe um der sozialen Verantwortung nachzukommen. Daher sehe sie die von der Gemeinde anvisierte Anhebung der Steuerhebesätze kritisch. Mit einer Anhebung um 40 Prozentpunkte würde die Gemeinde zwar gut und schnell Geld einnehmen, trotzdem fände sie diese Strategie als zu kurz gedacht und kontraproduktiv. „Diese Diskussion muss aber an andere Stelle geführt werden“, erklärt sie. Wer sie kenne, wisse dass sie sich da einbringen würde. „Und wer mich nicht kennt, wird mich kennenlernen.“ Doch auch wenn man sich nicht immer einig sei, so zöge die IRB doch oft an einem Strang mit der Gemeinde. Hier führte sie die Betriebsbesuche an, bei denen Wirtschaftsförderung, Bürgermeisterin und IRB Mitgliedsbetriebe besuche. „Wir wollen wissen wo der Schuh drückt!“
Die Steuerhebesätze konnte Bürgermeisterin Susanne Geils nicht so im Raum stehen lassen. „Es ist noch lange nichts entschieden“. Die Empfehlung sei als Denkanstoß für die Politik zu verstehen. „Wir brauchen ausreichende Haushaltsmittel“, hielt sie aber fest. Die Gemeinde könne sich über viele Zuzüge freuen. Daran müsse auch die Infrastruktur angepasst werden. Es fehlten Kita-Plätze und Klassenräume, es würden Sporthallen und Sportstätten benötigt. Auch die freiwillige Feuerwehr brauche mehr finanzielle Mittel. Durch ständig steigende Verordnungen kämen auf die Kameraden so viele Aufgaben zu, dass diese kaum noch von Ehrenamtlichen leistbar seien.
Hinsichtlich des Klimaschutzes, ein Thema an dem heute Gott sei Dank keiner mehr vorbeikommt, sieht sie Ritterhude auf einem guten Weg. Das Engagement der jungen Menschen von Friday for Future fand ihr ausdrückliches Lob. „Da muss erst eine 16jährige Schülerin kommen um uns daran zu erinnern, dass es schon lange nicht mehr fünf vor 12 sei sonder vielmehr bereits 10 nach 12. Aber, so gab sie der Jugend mit auf den Weg „Überdenkt auch immer wieder euer eigenes Handeln. Nur Mut fordert Konsequenzen ein.“ Ritterhude habe ein eigenes Klimaschutzkonzept auf den Weg gebracht. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst.“


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