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Wenige Komplikationen

Das Kreiskrankenhaus Osterholz leistet bei Knie- und Hüftgelenkoperationen sehr gute Arbeit. Das bestätigen aktuelle Daten des Endoprothesenregisters Deutschland (EPRD).

Osterholz-Scharmbeck. Wer im Kreiskrankenhaus ein neues Knie- oder Hüftgelenk bekommt, hat im Vergleich mit anderen Kliniken ein deutlich geringeres Risiko auf Komlikationen. Das Endoprothesenregister Deutschland bescheinigt dem Haus sehr gute Ergebnisse im Bereich Endoprothetik.

Das Register dokumentiert seit seiner Gründung im Jahr 2012 Ersatzoperationen an Knie- und Hüftgelenken und wertet die Behandlungsergebnisse aus. Ziel ist es, die Versorgungsqualität kontinuierlich zu verbessern. Bundesweit beteiligen sich rund 700 Kliniken an dem Register, das seinen Sitz in Berlin hat. Seit Beginn wurden mehr als drei Millionen Implantationen erfasst, jährlich kommen über 400.000 Eingriffe hinzu.

Das Kreiskrankenhaus Osterholz meldet seit 2018 alle entsprechenden Eingriffe, sofern die Patientinnen und Patienten der anonymisierten Datenerfassung zustimmen. Die Daten werden zusammengeführt und im Hinblick auf Folgeeingriffe und Komplikationen ausgewertet.

Nach Angaben der Klinik liegt die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Eingriff am Hüftgelenk im Bereich geplanter Operationen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt um den Faktor 3,5 niedriger. Bei Kniegelenken sei die Wahrscheinlichkeit für Folgeeingriffe um den Faktor 2,7 reduziert.

Klinikleiterin Doris Sonström erklärt dazu: „Für den Bereich elektive – das heißt geplante – Endoprothetik ist für unsere Patienten die mittelfristige Wahrscheinlichkeit, dass ein Folgeeingriff an dem operierten Gelenk durchgeführt werden muss, im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt für das Hüftgelenk um den Faktor 3,5 niedriger. Und für den Bereich Kniegelenk-Endoprothetik ist die Wahrscheinlichkeit für einen Folgeeingriff um den Faktor 2,7 niedriger.“

Im bundesweiten Vergleich sei dies besonders bemerkenswert, da die Werte zwischen den Kliniken stark schwankten. Während einige Einrichtungen deutlich höhere Risiken aufweisen, gehörten nur wenige Häuser zu den Kliniken mit deutlich niedrigeren Wahrscheinlichkeiten für Folgeeingriffe.

Für die guten Ergebnisse nennt die Klinik mehrere Gründe: eine sorgfältige Vorbereitung der Operation, eine präzise Planung und Durchführung sowie eine individuell abgestimmte Nachbehandlung. Diese Faktoren müssten eng ineinandergreifen, um dauerhaft hohe Qualität zu sichern.

Das Kreiskrankenhaus dankt zudem den Patientinnen und Patienten für ihre Zustimmung zur Datenübermittlung. Eine hohe Beteiligung sei entscheidend, um die Aussagekraft des Registers langfristig zu gewährleisten.

Die chirurgische und orthopädische Abteilung der Klinik verfügt über 49 Planbetten. Hüft- und Knieoperationen werden unter anderem von den Chefärzten Prof. Dr. med. Matthias Gebauer, Jörn Homburg und Dr. med. Hans-Ludwig Lenz sowie von Facharzt Evangelos Chatzoglou durchgeführt.


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