

Ritterhude. Am 13. September wird im Landkreis Osterholz gewählt. Nicht nur ein neuer Landrat und ein neuer Kreistag wird dann ernannt, auch neue Bürgermeister und Ortsvorsteher werden gewählt. In Ritterhude bereitet sich die SPD vor, indem sie ein sogenanntes Pop-Up-Wahlbüro in der Riesstraße 52, der ehemaligen Fahrschule Bleke, eingerichtet hat.
Zur Einweihung kamen selbstverständlich auch der Ritterhuder Anwärter auf das Landratsamt, Michael Harjes, und der amtierende Bürgermeister Jürgen Kuck, der sich zur Wiederwahl um das Amt in Ritterhude aufstellen ließ. Mit ihnen waren die engagierten Mitglieder des Ortsvereins SPD Ritterhude im neuen Wahlbüro, die sich nicht nur hier auf Gespräche mit den Ritterhuder Bürgern freuen.
Berlin und lokale Sorgen
„Die Brücke und der Verkehr werden wohl Thema der Ritterhuder sein“, kann sich Jürgen Kuck vorstellen. Die Themen aus Berlin, die auch vor ort greifbar seien, würden gewiss ebenfalls angesprochen werden. „Uns passt auch nicht alles, was in Berlin passiert“, fasst es SPD-Ortsvereinsmitglied Uwe Lehmann aus Stendorf zusammen. Gesundheitsreform, Tankrabatt, Deutschland-Ticket – auch diese Themen beschäftigen die Ritterhuder.
Heruntergebrochen auf ihre Kommune sei man offen für die Probleme, die die Ritterhuder in ihrer Ortschaft bemerkten. „Wir möchten wissen, wo was nicht in Ordnung ist“, sagt Lehmann. Dafür halte der Ortsverein Karten bereit, damit jeder genau verorten könne, wo welches Anliegen zu finden sei. „Wir sind offen für alles und möchten gern mit den Mitbürgern direkt in Kontakt kommen.“ Dazu soll das Pop-Up-Wahlbüro dienen, das in den Nachmittagszeiten besetzt sein soll.
Vorstandsmitglied Ralf Buck erinnerte an die Präsenz des Ortsvereins vor Rewe, wo einige Themen, die den Ritterhudern unter den Nägeln brennen, bereits auf Karten im Bierdeckelformat gesammelt worden seien: „Damit sind wir auf gute Resonanz gestoßen.“ Der Verkehr, der Zustand der Straßen seien Ritterhuder Themen, „aber auch für die Senioren im Ort sollte mehr getan werden“, resümierte Buck.
Am Sportkonzept fehle es noch und weitere Anreize in Sachen Freizeitmöglichkeiten für die Ritterhuder Jugend werden dringend gebraucht.
Sorge vor politischer Entwicklung
Trotz der traditionell starken SPD-Lastigkeit schaue man mit einem mulmigen Gefühl auf die Entwicklung der jüngsten Wahlentscheidungen in Deutschland. Nicht nur Jürgen Kuck war sich sicher, dass mit mehr Kommunikation und Präsenz, hier direkt gegenüber dem Marktplatz, gegen antidemokratische Tendenzen gearbeitet werden kann. Freiheit und Demokratie sind nur in diesem System untrennbar miteinander verbunden und kann Kritik bestimmt gut vertragen, um an Gemeinwohl zu wachsen. „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann. Fragt, was ihr für euer Land tun könnt“, zitierte Kuck John F. Kennedy. Bis in den Oktober dieses Jahres hinein wird das SPD-Wahlbüro mit dem „Moin Ritterhude“-Schild über der Tür direkte Präsenz zeigen.




